TrÀnen im Teamhotel: Karl-Aus schockt MatthÀus und DFB-Chef
06.06.2026 - 04:42:17 | dpa.deNach dem WM-Aus von Lennart Karl hat DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf von emotionalen Abschiedsszenen und TrĂ€nen im Teamhotel der FuĂball-Nationalmannschaft berichtet. Auch Rekordnationalspieler Lothar MatthĂ€us sprach von einem «Schock» angesichts der Nachricht ĂŒber die schwere Verletzung des 18-JĂ€hrigen, der noch am Freitagabend (Ortszeit) aus Chicago abreiste. Der nachnominierte Assan OuĂ©draogo wird direkt zum WM-Teamquartier nach Winston-Salem kommen.
«Du freust dich darauf, du arbeitest dahin, das ist der Traum deiner Kindheit, vielleicht irgendwann mal bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Und dann, wenn du gerade auch noch wie Lennart Karl in den Himmel geschossen bist nach acht, neun Monaten Profidasein», sagte MatthĂ€us bei einem DFB-Sponsorentermin in Chicago. «Diesen Schock, den muss er auch vom Kopf her verarbeiten», sagte MatthĂ€us ĂŒber den Teenager vom FC Bayern MĂŒnchen.Â
Nagelsmann spricht zum Abschied
Verbandschef Neuendorf berichtete von der Verabschiedung Karls im Mannschaftshotel nach der RĂŒckkehr von den Untersuchungen in einem Krankenhaus. Offensivspieler Karl hatte sich im Abschlusstraining fĂŒr die WM-Generalprobe heute (20.30 Uhr/RTL) gegen die USA einen MuskelbĂŒndelriss im linken Oberschenkel zugezogen und fĂ€llt lĂ€nger aus.Â
«Julian (Nagelsmann) war da, hat noch ein paar Worte gesagt, die ganze Mannschaft war da. Er hat auch noch ein paar Worte gefunden, obwohl ihm das schwergefallen ist. Er war extrem traurig, sind auch glaube ich schon ein paar TrĂ€nen geflossen», erzĂ€hlte Neuendorf von der Zusammenkunft von Bundestrainer und DFB-Stars im Waldorf Astoria.Â
DFB-Boss Neuendorf berichtete von einem DĂ€mpfer fĂŒr die AtmosphĂ€re im Team gut einer Woche vor dem WM-Auftakt am 14. Juni in Houston gegen Curaçao. «Das drĂŒckt so ein bisschen die Stimmung, muss man sagen. Er war ja wirklich die letzten Spiele top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht», sagte der 64-JĂ€hrige ĂŒber Karl.Â
MatthÀus: «Es geht weiter»
MatthĂ€us richtete trotz der bitteren Nachricht den Blick nach vorne. «Es ist ein Schock gewesen fĂŒr mich. Es ist aber auch das Risiko, das du als Spieler hast, eben mit Verletzungen klarzukommen, dass sie natĂŒrlich zum ungĂŒnstigsten Zeitpunkt jetzt gekommen ist. Das ist schlimm genug. Aber ja, es tut mir leid. Es geht aber weiter», sagte der 65-JĂ€hrige. Der Weltmeister von 1990 erinnerte an seinen Kreuzbandriss, der ihn um die EM-Teilnahme 1992 gebracht hatte.
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