Gesundheit

Steigende BeitrÀge: GKV-Spitzenverband fordert rasche Reformen

10.03.2026 - 10:56:43 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach der AnkĂŒndigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die ZusatzbeitrĂ€ge stabil halten zu wollen, hat der GKV-Spitzenverband rasche Reformschritte der Bundesregierung gefordert - sonst wĂŒrden die BeitrĂ€ge Ende des Jahres erneut steigen."Es geht uns darum, zu verhindern, dass aus den Portemonnaies der Versicherten und deren Arbeitgeber weiter steigende KrankenkassenbeitrĂ€ge gezahlt werden mĂŒssen", sagte Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

Fahrradergometer fĂŒr Belastungs-EKG (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Wenn die Bundesregierung nicht sehr bald entschlossen handelt und die notwendigen Reformen anschiebt, dann droht Ende des Jahres ein weiterer Anstieg der ZusatzbeitrÀge."

"Die Gesamtausgaben der Krankenkassen sind im letzten Jahr um 7,8 Prozent von 327 auf 352 Milliarden Euro gestiegen. Mit einem Anstieg um knapp zehn Prozent auf 111 Milliarden Euro war die stationĂ€re Versorgung der grĂ¶ĂŸte Ausgabentreiber. Die Kosten fĂŒr die ambulante Versorgung stiegen um 7,6 Prozent auf 54 Milliarden und fĂŒr Arzneimittel mussten die Kassen insgesamt 58 Milliarden Euro ausgeben, ein Plus von 5,9 Prozent gegenĂŒber 2024", so Blatt. "FĂŒr dieses Jahr erwarten wir einen Ausgabenanstieg um 6,6 Prozent auf rund 370 Milliarden Euro, die Beitragseinnahmen steigen jedoch um weniger als fĂŒnf Prozent."

"Durch die LĂŒcke zwischen Beitragseinnahmen und den Ausgaben ist richtig Druck im Kessel", mahnte Blatt. "FĂŒr sinkende oder wenigstens stabile BeitrĂ€ge braucht es in diesem Jahr durchgreifende Reformen, die spĂ€testens Anfang 2027 ihre Wirkung entfalten mĂŒssen. Sonst gehen die BeitrĂ€ge weiter nach oben", prognostizierte der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. "Ob KrankenhĂ€user, ambulante Versorgung oder Arzneimittel - fĂŒr alle großen Ausgabenblöcke brauchen wir entschlossene Sparmaßnahmen der Bundesregierung", so Blatt.

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