Unterseekabel, Finnische

Unterseekabel: Finnische Polizei veröffentlicht Fotos von: Schiffsrumpf

31.12.2024 - 15:23:52

Nach der BeschĂ€digung des unterseeischen Stromkabels Estlink 2 in der Ostsee hat die Polizei in Finnland Fotos vom Schiffsrumpf eines verdĂ€chtigen Öltankers veröffentlicht.

Auf den Unterwasseraufnahmen sind BeschĂ€digungen am Rumpf der "Eagle S" zu sehen, die nach Polizeiangaben durch die Ankerkette entstanden sind. Die Spuren könnten ein weiterer Hinweis dafĂŒr sein, dass die SchĂ€den an dem Stromkabel durch den Anker des Schiffs entstanden sind. Am Meeresboden wurden entsprechende Schleifspuren entdeckt.

Derzeit liegt die "Eagle S" östlich von Helsinki vor Anker. Am ersten Weihnachtsfeiertag war das Stromkabel zwischen Finnland und Estland beschĂ€digt worden. Die finnischen Behörden vermuten Sabotage und setzten den unter der Flagge der Cookinseln fahrenden Öltanker fest, der nach Angaben der EU zur Schattenflotte Russlands gehört.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen dauern den Polizeiangaben zufolge an. Die Besatzung sei auch am Montag verhört worden und habe dabei kooperiert, hieß es. Ziel sei es, ein umfassendes Bild davon zu erhalten, was an Bord geschehen sei. Der Verdacht laute auf schwere SachbeschĂ€digung und schwere Störung der Kommunikationsinfrastruktur, so die Polizeimitteilung.

Weitere Hinweise erhoffen sich die Ermittler durch die Auswertung von GerÀten mit Daten zum Kurs des Schiffs, die beschlagnahmt wurden. Die Untersuchungen unter Wasser seien wegen schwieriger WetterverhÀltnisse aber unterbrochen worden.

Tanker soll eingehender Untersuchung unterzogen werden

Die Zeitung "Helsingin Sanomat" hatte zuvor berichtet, dass die Betreiberfirma des Tankers einen finnischen Anwalt damit beauftragte, die Freigabe des Schiffs vor Gericht zu beantragen.

Die finnische Sicherheitsbehörde kĂŒndigte an, das Schiff einer eingehenden Untersuchung auf mögliche MĂ€ngel zu unterziehen. Im Zweifel könne der Tanker so lange festgehalten werden, bis etwaige MĂ€ngel behoben sind, berichtete die finnische Nachrichtenagentur STT unter Berufung auf die Behörde Traficom.

@ dpa.de