SchĂ€tzl sieht nach Glyphosat-Zulassung Ăzdemir am Zug
16.11.2023 - 15:54:18
"Entscheidend ist nun, welchen Umsetzungsvorschlag das Landwirtschaftsministerium unter BerĂŒcksichtigung aus den Vorgaben der EU-Kommission und aus dem Koalitionsvertrag vorlegen wird", sagte Johannes SchĂ€tzl (SPD), Abgeordneter im Landwirtschaftsausschuss des Bundestags, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagausgaben). "Klar ist, dass der Einsatz von Glyphosat zumindest im privaten Haus- und Gartenbereich sowie auf AllgemeinflĂ€chen wie KinderspielplĂ€tzen und Parks verboten bleibt. Diese bisher in Deutschland geltenden Regeln werden durch die Entscheidung nicht beeinflusst. Ein schonender Einsatz in der Landwirtschaft ist darĂŒber hinaus ohne Alternativen erforderlich."
Die Ampel hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass das Totalherbizid Glyphosat nur noch bis Ende 2023 zum Einsatz kommen soll. Die Entscheidung aus BrĂŒssel dĂŒrfte dieses Vorhaben erschweren. "Ich begrĂŒĂe die Entscheidung der EU-Kommission. Sie gibt deutschen Landwirten Rechtssicherheit auch ĂŒber 2023 hinaus, um Glyphosat weiterhin fĂŒr die minimale Bodenbearbeitung zu nutzen", sagte Max Straubinger (CSU), ebenfalls Mitglied des Landwirtschaftsausschusses. "Ein Verbot auf nationaler Ebene lĂ€sst sich vor dem Hintergrund dieser Entscheidung nicht durchsetzen." Auf EU-Ebene habe sich Deutschland "mit der Enthaltung einmal mehr blamiert und die Bundesregierung ihre Uneinigkeit gezeigt", so Straubinger.


