Flughafen BER, Gefahrgutalarm

Gefahrgutalarm am BER: Terminal 1 nach Polizeieinsatz offen

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 21:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Nach einem Gefahrgutalarm und einer polizeilichen RĂ€umung im öffentlichen Bereich lĂ€uft der Betrieb am Terminal 1 des BER wieder an, teilweise mit VerspĂ€tungen und AusfĂ€llen. Der Flughafen rechnet bereits fĂŒr Freitag mit einem regulĂ€ren Flugplan.

Terminal 1 von Flughafen BER wieder freigegeben
Flughafen BER (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Das Terminal 1 des Berliner Flughafens BER ist nach einem Gefahrgutalarm am Donnerstagabend wieder freigegeben. Eine zuvor laufende polizeiliche Maßnahme wurde nach Angaben eines Flughafensprechers gegen 20:45 Uhr beendet, dennoch kommt es bis zum Betriebsende noch zu Verzögerungen und einzelnen FlugausfĂ€llen.

Polizeieinsatz und RĂ€umung von Terminal 1

Auslöser des Einsatzes war nach Informationen der dts Nachrichtenagentur eine Frau, die sich am spÀten Nachmittag bei Mitarbeitern des Flughafens meldete und angab, eine als gefÀhrlich eingestufte Substanz bei sich zu haben. Gegen 17:45 Uhr wurde daraufhin Gefahrgutalarm ausgelöst und der öffentliche Bereich von Terminal 1 gerÀumt. SicherheitskrÀfte sicherten das GebÀude, wÀhrend Passagiere aus dem betroffenen Bereich herausgeleitet wurden.

Flugbetrieb ĂŒber Terminal 2 sichergestellt

Trotz des Alarms wurde der Flugbetrieb nach Angaben des Flughafensprechers zu keinem Zeitpunkt vollstĂ€ndig eingestellt. Starts und Landungen fanden weiter statt, wenn auch eingeschrĂ€nkt. Die Abfertigung der FluggĂ€ste wurde weitgehend ĂŒber Terminal 2 organisiert, um den Luftverkehr so stabil wie möglich aufrechtzuerhalten.

Hinweise fĂŒr FluggĂ€ste und Ausblick

Der Flughafen weist darauf hin, dass es bis zum Ende des Betriebs am Donnerstag zu weiteren VerspĂ€tungen und vereinzelten FlugausfĂ€llen kommen kann. FluggĂ€ste werden gebeten, sich vor Reiseantritt und am Flughafen selbst ĂŒber den aktuellen Flugstatus bei ihrer Airline und auf den Fluganzeigen zu informieren. FĂŒr Freitag erwartet der BER wieder regulĂ€ren Flugbetrieb, nachdem Terminal 1 nun vollstĂ€ndig freigegeben ist.

Der Gefahrgutalarm am Terminal 1 des Flughafens BER reiht sich ein in eine Serie sicherheitsrelevanter VorfĂ€lle an deutschen Verkehrsknotenpunkten. Erst vor wenigen Tagen war der Luftverkehr in Mitteldeutschland nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle in den Fokus gerĂŒckt, dort laufen weiterhin Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Sicherheitslage an deutschen FlughÀfen

FlughĂ€fen gelten seit Jahren als sensible Infrastrukturen, fĂŒr die Polizei, Sicherheitsdienste und Betreiber umfangreiche NotfallplĂ€ne vorhalten. Der Vorfall am BER zeigt, wie stark sich diese AblĂ€ufe mittlerweile eingespielt haben: Nach der Meldung der Frau wurde das Terminal rĂ€umlich gesichert, der Betrieb ĂŒber Terminal 2 organisiert und Starts und Landungen nur eingeschrĂ€nkt fortgefĂŒhrt. Dass der Flugbetrieb insgesamt nicht eingestellt wurde, verweist auf die FĂ€higkeit, den Verkehr auch unter Sicherheitsauflagen aufrechtzuerhalten.

Praktische Folgen fĂŒr Reisende

FĂŒr FluggĂ€ste bedeutet ein Gefahrgutalarm vor allem lĂ€ngere Wege, Wartezeiten und mögliche FlugausfĂ€lle. Der Hinweis des Flughafens, den aktuellen Status direkt bei der Airline und auf den Anzeigen zu prĂŒfen, entspricht den gĂ€ngigen Verfahren: Umbuchungen, VerspĂ€tungen und Gate-Änderungen werden in der Regel zunĂ€chst von den Fluggesellschaften kommuniziert. Da fĂŒr den Freitag wieder regulĂ€rer Betrieb erwartet wird, dĂŒrfte es sich ĂŒberwiegend um kurzfristige Verzögerungen handeln, die vor allem den Abendverkehr betreffen.

Struktureller Kontext und Ausblick

Der Fall verdeutlicht, wie stark der Luftverkehr von funktionierenden Sicherheitsketten und klaren ZustĂ€ndigkeiten abhĂ€ngt. Wenn Personen potenziell gefĂ€hrliche Stoffe melden, mĂŒssen Polizei und Flughafen unverzĂŒglich reagieren, auch wenn sich ein Verdacht spĂ€ter nicht bestĂ€tigt. Zugleich stehen Betreiber unter dem Druck, den Betrieb möglichst störungsarm zu fĂŒhren. FĂŒr Reisende bleibt daher wichtig, bei ungewöhnlichen Lagen zusĂ€tzliche Zeit einzuplanen und sich laufend ĂŒber Änderungen im Flugplan zu informieren.

Disclaimer...

de | politik | 70051419 |