Bahn will Kunden mit SchnĂ€ppchen in die ZĂŒge locken
27.02.2025 - 12:19:07"Das letzte Jahr '24 war in Teilen eine Zumutung fĂŒr unsere Kunden", sagte Stefanie Berk, VorstĂ€ndin Marketing und Vertrieb DB Fernverkehr, in Berlin. "NatĂŒrlich geht es darum, Vertrauen zurĂŒckzugewinnen." Die Angebote richten sich unter anderem an junge Menschen.
Flix wirbt ebenfalls mit SchnÀppchen
Der Bahn-Konkurrent Flix hatte Kunden zuletzt ebenfalls mit besonders gĂŒnstigen Tickets gelockt. Nach Unternehmensangaben gibt es Tausende Tickets fĂŒr Flixbus und Flixtrain ab 3,99 Euro. Die Fahrscheine fĂŒr Reisen bis zum 11. April können noch bis zum 7. MĂ€rz gekauft werden.
Es mangele nicht am Interesse der Menschen an klimafreundlicher MobilitĂ€t, sagte Berk von der Deutschen Bahn. Allerdings war der DB-Fernverkehr im vergangenen Jahr historisch verspĂ€tet - und damit fĂŒr viele unattraktiv. Mehr als jeder dritte Zug war unpĂŒnktlich. Die bundeseigene Bahn will mit einem Sanierungsprogramm gegensteuern. Unter anderem sollen wichtige Strecken auf Vordermann gebracht werden, um zuverlĂ€ssiger zu werden.
Bahn verliert junge Kunden ans Deutschlandticket
Die Bahn kĂ€mpft vor allem gegen Konkurrenz durch das Auto, aber auch durch das Deutschlandticket, insbesondere auf kurzen Strecken, wie Berk sagte. "Wenn da ein Regionalzug parallel fĂ€hrt, dann nutzen Menschen dann halt eher mal das Deutschlandticket." Junge Menschen wĂŒrden "durchaus auch lĂ€ngere Strecken" mit dem Deutschlandticket zurĂŒcklegen.
Die junge Kundschaft will die Bahn mit einer Verdopplung sogenannter Super Sparpreis Young Tickets auf 30.000 tĂ€glich ĂŒberzeugen. Damit könnten alle bis 26 Jahre ab 12,99 Euro ICE fahren. Auch Bahncards sind im MĂ€rz - nicht nur fĂŒr JĂŒngere - gĂŒnstiger.
Eine Million Sparpreise zusÀtzlich im MÀrz
Insgesamt will die Bahn im MĂ€rz mehr als eine Million Sparpreis-Tickets auf den Markt werfen, die fĂŒr Fahrten bis zum 13. Dezember gebucht werden können. Teil davon sind besonders gĂŒnstige Kurz- und Mittelstrecken-Tickets. Kurze Distanzen wie Stuttgart-Heidelberg oder Hamburg-Bremen sind - ohne Bahncard - dann ab 9,99 Euro zu haben, Strecken wie Frankfurt-Köln oder Berlin-Leipzig ab 14,99 Euro.
Sparpreise sind oft deutlich gĂŒnstiger als der regulĂ€re Flexpreis. Allerdings sind FahrgĂ€ste damit auf einen bestimmten Zug festgelegt. Zudem variieren die Preise je nach Nachfrage und Buchungszeitraum stark. Berk empfiehlt SchnĂ€ppchenjĂ€gern, frĂŒhmorgens oder spĂ€tabends sowie dienstags, mittwochs oder am Samstagnachmittag zu fahren. Mit den Sparpreisen will die Bahn auch die Auslastung ihrer ZĂŒge besser steuern.
Den Preis fĂŒr Flexpreis-Tickets hatte die Bahn zuletzt angehoben, um durchschnittlich 5,9 Prozent. Der Konzern verweist darauf, dass acht von zehn Kunden ohnehin mit Spartickets reisen. Flexpreise seien etwa fĂŒr GeschĂ€ftsleute interessant, die kurzfristig buchen wollten.

