Bundeswehr: Digitalfunk-MĂ€ngel behoben
03.07.2026 - 14:51:00 | dts-nachrichtenagentur.deAls Abteilungsleiter Innovation und Cyber sowie Chief Information Officer im Verteidigungsministerium ist er fĂŒr die Digitalisierungsvorhaben zustĂ€ndig. Bei Tests im vergangenen Jahr waren schwerwiegende Probleme aufgetreten. Nachrichten kamen nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung an, Positionen konnten nicht ĂŒbermittelt werden, Funkkreise brachen zusammen. "Die MĂ€ngel, die gab es", erklĂ€rte Vetter. Seither sei intensiv am System gearbeitet worden. Inzwischen hĂ€tte das Gesamtsystem "gute Leistungen" gezeigt. "Wir hatten durchgĂ€ngig eine gute SprachqualitĂ€t, wir hatten durchgĂ€ngig Datenaustausch." Im September soll die Technik abermals einer EinsatzprĂŒfung unterzogen werden.
Die Digitalisierung der Truppe gehört zu den teuersten und komplexesten Vorhaben. Allein fĂŒr den Digitalfunk werden mehr als elf Milliarden Euro ausgegeben. "Wir reden ĂŒber rund 16.000 Plattformen, die neue Funktechnik brauchen, Panzer, Lkw, GefechtsstĂ€nde. Und da sind dann eben auch Fahrzeuge dabei, die schon 40 Jahre plus im Dienst sind."
Vetter rĂ€umte ein, dass die Bundeswehr spĂ€t dran sei. "Andere Nationen haben vor ungefĂ€hr 20 Jahren begonnen, ihre StreitkrĂ€fte mit digitalen Kommunikationsmitteln auszurĂŒsten. Umso gröĂer ist der Sprung, zu dem wir jetzt ansetzen mĂŒssen." Industrie und "ein StĂŒck weit" auch die Bundeswehr hĂ€tten das Digitalisierungsprogramm in seiner Dimension "unterschĂ€tzt".
