Wirtschaftsministerium, Hoffnungen

Wirtschaftsministerium dÀmpft Hoffnungen auf Konjunkturbelebung

14.08.2024 - 10:27:35

Nach EinschÀtzung der Bundesregierung ist eine "breitere konjunkturelle Belebung" in Deutschland vorerst nicht in Sicht.

Mit der erneuten EintrĂŒbung von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex, dem ZEW-Konjunkturindikator und dem S&P-Global-Einkaufsmanagerindex zu Beginn des dritten Quartals seien die Risiken fĂŒr die "allgemein erwartete" konjunkturelle Erholung gestiegen, heißt es im Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums fĂŒr August, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach hinterlĂ€sst die stagnierende Wirtschaft auch am Arbeitsmarkt immer deutlichere Spuren. So nahm die registrierte Arbeitslosigkeit im Juli saisonbereinigt mit 18.000 Personen deutlich stĂ€rker zu als saisonĂŒblich. Bei der Zahl der ErwerbstĂ€tigen fiel der Anstieg im Juni saisonbereinigt mit +7.000 Personen jedoch deutlich geringer aus als zuvor.

Aktuelle FrĂŒhindikatoren deuteten ebenfalls auf eine gedĂ€mpfte Entwicklung hin, so das Ministerium. Die "grundsĂ€tzlichen Ausgangsbedingungen" fĂŒr eine binnenwirtschaftlich getragene Belebung in der zweiten JahreshĂ€lfte seien aber nach wie vor gegeben, heißt es im Monatsbericht weiter. Die privaten Haushalte hĂ€tten infolge der gesunkenen Inflationsraten und der Tariflohnsteigerungen auch real wieder mehr Geld zur VerfĂŒgung und blickten nicht mehr so pessimistisch in die Zukunft. Dies zeige sich in der jĂŒngsten Umfrage zum GfK-Konsumklima, wonach sich die Verbraucherstimmung im August weiter erholen dĂŒrfte. Vom privaten Konsum könnten somit in der zweiten JahreshĂ€lfte "konjunkturelle Impulse" kommen, so die Hoffnung des Ministeriums. Auch die eingeleitete Zinswende der EuropĂ€ischen Zentralbank dĂŒrfte sich im weiteren Jahresverlauf zunehmend bemerkbar machen: So deuteten Umfragen des jĂŒngsten "Bank Lending Surveys" der EZB fĂŒr Deutschland auf eine "Trendwende" in der Kreditnachfrage hin. Bei den Unternehmenskrediten sei dabei der Kreditbedarf insbesondere auf gestiegene Investitionsabsichten zurĂŒckzufĂŒhren, was auf eine Belebung der Anlageinvestitionen im zweiten Halbjahr hinweise, hieß es.

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