Nato geht von enormen russischen Verlusten in der Ukraine aus
29.11.2023 - 12:43:08"MilitĂ€risch hat Russland einen erheblichen Teil seiner konventionellen StreitkrĂ€fte verloren", sagte Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg am Mittwoch nach einem BĂŒndnistreffen mit dem ukrainische AuĂenminister Dmytro Kuleba in BrĂŒssel. Dazu gehörten auch Hunderte Flugzeuge und Tausende Panzer.
Zugleich warnte Stoltenberg davor, groĂe Hoffnungen darauf zu setzen, dass die Verluste zu einem schnellen Ende des Kriegs in der Ukraine fĂŒhren. Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin habe eine hohe Toleranzschwelle, was die Opfer angehe, sagte der Norweger. Die russischen Ziele in der Ukraine hĂ€tten sich nicht geĂ€ndert.
Wie viele der russischen Opfer nach EinschÀtzung der Nato Tote sind, sagte Stoltenberg nicht. Auch zu Verlusten auf ukrainischer Seite gab es keine Angaben. Stoltenberg betonte stattdessen die Erfolge des Landes im Abwehrkampf gegen die Invasoren aus Russland.
Die Ukraine habe im vergangenen Jahr die Schlachten um Kiew, Charkiw und Cherson gewonnen und fĂŒge Russland auch in diesem Jahr schwere Verluste zu, sagte er. Mittlerweile habe das Land 50 Prozent des ursprĂŒnglich von Russland besetzten Territoriums zurĂŒckerobert. Zudem sei im Schwarzen Meer die russische Flotte zurĂŒckgedrĂ€ngt worden, was die Einrichtung von Routen fĂŒr den Getreideexport ermöglicht hĂ€tte.
"Am wichtigsten ist, dass sich die Ukraine als souverĂ€ne, unabhĂ€ngige Nation durchgesetzt hat", fĂŒgte Stoltenberg hinzu. "Das ist eine wichtige Errungenschaft - ein groĂer Gewinn." Russland werde hingegen immer abhĂ€ngiger von China. "Moskau verpfĂ€ndet seine Zukunft an Peking", sagte er. WĂ€hrend die Ukraine vorangekommen sei, sei Russland zurĂŒckgefallen und nun "politisch, militĂ€risch und wirtschaftlich schwĂ€cher".

