Mögliches Datenleck beim Statistischen Bundesamt
15.11.2024 - 18:28:03"Die Sicherheitsbehörden wurden eingeschaltet und das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) analysiert den Sachverhalt", teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Auf die Frage, ob Hacker fĂŒr das Datenleck verantwortlich sein könnten, hieĂ es nur, vorerst lĂ€gen "noch keine gesicherten Erkenntnisse vor".
Die PrĂ€sidentin des Statistischen Bundesamts, Ruth Brand, ist zugleich Bundeswahlleiterin. Die IT-Systeme des Statistischen Bundesamts und die IT-Systeme der Bundeswahlleiterin seien technisch getrennt und eigenstĂ€ndig, erklĂ€rte ein Sprecher des Bundesamts und der Bundeswahlleiterin auf Anfrage. Die Vorbereitungen zur Bundestagswahl 2025 verliefen planmĂ€Ăig. Das Statistische Bundesamt benutze verschiedene Systeme zur Datenerhebung und -verarbeitung.
Meldefristen ausgesetzt
Das betroffene Meldesystem IDEV (Internet Datenerhebung im Statistischen Verbund) ist ein Internetportal, "ĂŒber das Meldungen zu verschiedenen amtlichen Statistiken an die Statistischen Ămter des Bundes und der LĂ€nder ĂŒbermittelt werden können. Die vorgeschriebenen Meldefristen sind bis zur KlĂ€rung des Sachverhalts ausgesetzt", hieĂ es weiter.
Vorerst gebe es keine Hinweise darauf, dass auch die IDEV-Systeme der BundeslĂ€nder betroffen sein könnten. "Rein vorsorglich haben jedoch die LĂ€nder bis zur AufklĂ€rung des Sachverhalts ihre Systeme ebenfalls vom Netz genommen", ergĂ€nzte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Seine eigenen statistischen Informationen fĂŒr die Ăffentlichkeit waren zunĂ€chst weiterhin auf seinen Internetseiten zu finden.

