Deutschland, Gesundheit

ÄrzteprĂ€sident: Zuckerabgabe möglichst zĂŒgig einfĂŒhren

09.05.2026 - 05:42:04 | dpa.de

Nach langen Auseinandersetzungen soll laut PlĂ€nen der Bundesregierung ein Preisaufschlag auf stark gezuckerte GetrĂ€nke als Anreiz fĂŒr eine gesĂŒndere ErnĂ€hrung kommen. Aber wann - erst in zwei Jahren?

Wie hoch die Zuckerabgabe auf GetrÀnke sein soll, ist noch offen. (Archivbild)  - Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Wie hoch die Zuckerabgabe auf GetrÀnke sein soll, ist noch offen. (Archivbild) - Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

ÄrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt wirbt fĂŒr eine frĂŒhere EinfĂŒhrung der geplanten Zuckerabgabe auf GetrĂ€nke wie Limonaden und Colas. Sie sei «richtig und lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig», sagte der Chef der BundesĂ€rztekammer der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Ärztetag in der nĂ€chsten Woche in Hannover. «Die positiven gesundheitlichen Effekte treten dabei nicht sofort ein, sondern zeigen sich erst nach einigen Jahren.» Dies sei ein weiterer Grund, die Abgabe «möglichst zĂŒgig einzufĂŒhren und nicht erst bis 2028 zu warten.» 

Die schwarz-rote Bundesregierung hat vereinbart, dass eine neue Abgabe auf gezuckerte GetrĂ€nke kommen soll, und als Startdatum dafĂŒr 2028 genannt. Die Ausgestaltung, die das Gesundheitsministerium vorlegen soll, ist noch offen. 

Anreiz zum Senken des Zuckergehalts

Reinhardt sagte, Ziel sei nicht in erster Linie, Verbraucherinnen und Verbraucher zu belasten. «Eine klug ausgestaltete Abgabe setzt wirksame Anreize fĂŒr Hersteller, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu senken. Dass das funktioniert, zeigen internationale Erfahrungen.» 

In Großbritannien sei der durchschnittliche Zuckergehalt von Softdrinks nach EinfĂŒhrung einer Abgabe um rund 30 Prozent gesunken. Zugleich gebe es Hinweise auf rĂŒcklĂ€ufige Kariesraten und weniger Übergewicht bei Kindern. 

«Deutschland hat ein erhebliches ErnĂ€hrungsproblem, das Millionen Menschen gesundheitlich belastet», erlĂ€uterte der ÄrzteprĂ€sident. Rund die HĂ€lfte der Erwachsenen sei ĂŒbergewichtig, etwa ein Viertel adipös. Auch bei Kindern und Jugendlichen seien die Zahlen hoch. Die Folgen reichten von Typ-2-Diabetes ĂŒber Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Karies. Allein die Kosten der Adipositas wĂŒrden auf mehr als 60 Milliarden Euro jĂ€hrlich geschĂ€tzt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69295907 |

Weitere Meldungen

Hantavirus: Schiff soll Sonntagmorgen in Teneriffa ankommen. Dort bereiten sich die Behörden auf die Ankunft vor. Passagiere und Crew werden unter genauer Beobachtung stehen. Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Schiff hÀlt Kurs auf Teneriffa. (Unterhaltung, 09.05.2026 - 02:49) weiterlesen...

Hantavirus bei deutscher Kontaktperson nicht nachgewiesen Unter hohen Schutzmaßnahmen ist eine Deutsche vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» zur Untersuchung nach DĂŒsseldorf gebracht worden. (Unterhaltung, 08.05.2026 - 14:20) weiterlesen...

Hantavirus-Ausbruch: Deutsche Kontaktperson weiter in Klinik. In DĂŒsseldorf wird eine Passagierin untersucht - es soll bald ein Ergebnis geben. Die WHO bewertet den Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» nicht als Beginn einer neuen Pandemie. (Unterhaltung, 08.05.2026 - 04:00) weiterlesen...

FĂŒnf Hantavirus-Infektionen - WHO: Ausbreitungsrisiko gering. Drei Menschen starben, auch eine Deutsche, mehrere wurden infiziert. Doch das Schiff machte auch einen Zwischenstopp. Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hat internationale Folgen. (Unterhaltung, 07.05.2026 - 17:27) weiterlesen...

Hantavirus: LÀnder suchen Passagiere der «Hondius». Drei Menschen starben, mehrere wurden infiziert. Doch das Schiff machte auch einen Zwischenstopp. Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hat internationale Folgen. (Unterhaltung, 07.05.2026 - 13:57) weiterlesen...

Neuer Anlauf fĂŒr mehr Organspenden - Mehrheit unsicher. Nach Ansicht einer Gruppe von Abgeordneten soll sich das Ă€ndern – durch eine umstrittene Neuregelung. Deutschland liegt bei der Organspende deutlich hinter anderen LĂ€ndern zurĂŒck. (Politik, 07.05.2026 - 13:53) weiterlesen...