Bayern, Irak

Irakisches Ehepaar wegen Völkermordes verurteilt

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 10:03 Uhr, dpa.de

Nach mehr als einem Jahr Prozess um schwere Verbrechen an jesidischen MĂ€dchen hat das Oberlandesgericht MĂŒnchen nun ein Urteil gesprochen.

  • Im Prozess um die Versklavung zweier jesidischer MĂ€dchen hatte das angeklagte Ehepaar das letzte Wort. (Archivbild) - Bild: Britta Schultejans/dpa
    Im Prozess um die Versklavung zweier jesidischer MĂ€dchen hatte das angeklagte Ehepaar das letzte Wort. (Archivbild) - Bild: Britta Schultejans/dpa
  • Das Urteil soll am 13. Juli im neuen Strafjustizzentrum verkĂŒndet werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Das Urteil soll am 13. Juli im neuen Strafjustizzentrum verkĂŒndet werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
Im Prozess um die Versklavung zweier jesidischer MĂ€dchen hatte das angeklagte Ehepaar das letzte Wort. (Archivbild) - Bild: Britta Schultejans/dpa Das Urteil soll am 13. Juli im neuen Strafjustizzentrum verkĂŒndet werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa

Ein irakisches Ehepaar ist wegen der Versklavung jesidischer MÀdchen und Mitgliedschaft in der Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS) verurteilt worden. 

Das Oberlandesgericht (OLG) MĂŒnchen verhĂ€ngte eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den Mann und eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren gegen die Frau - unter anderem wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden zwei jesidische MĂ€dchen im Irak als Sklavinnen kauften, ausbeuteten und dass der Mann, der als Friseur in der bayerischen Hauptstadt arbeitete, bevor er sich in einer MĂŒnchner Moschee radikalisiert haben soll, die Kinder sexuell missbrauchte. 

AnklÀgerin sprach von «monströser Gewalt»

«Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint», hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts erklĂ€rt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten. Die heute 30-jĂ€hrige Ehefrau hatte sich im Prozess entschuldigt und in ihrem letzten Wort gesagt: «Es tut mir leid». Ihr Ehemann hatte sich vor Gericht nicht Ă€ußern wollen.

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