GEAS-Einigung: LÀnder bremsen bei SekundÀrmigrationszentren
31.01.2026 - 12:00:51Eine Sprecherin der Hamburger Behörde fĂŒr Inneres und Sport teilte mit, derzeit noch zu prĂŒfen, ob man im bereits bestehenden "Dublin-Zentrum" hĂ€rtere Auflagen verhĂ€nge, wie von der Koalition im Bund vorgeschlagen. "Derzeit bestehen im Dublin-Zentrum weder EinschrĂ€nkungen der Bewegungsfreiheit noch besondere AusgangsbeschrĂ€nkungen", sagte die Sprecherin. "Ob und inwieweit kĂŒnftig etwaige BeschrĂ€nkungen in Betracht kommen, bedarf einer umfassenden PrĂŒfung und hĂ€ngt vom weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens ab."
Die PlĂ€ne der schwarz-roten Koalition im Bund sehen die Möglichkeit vor, sogenannte SekundĂ€rmigrationszentren einzurichten. Dort sollen Menschen untergebracht werden können, bei denen Hinweise auf die ZustĂ€ndigkeit eines anderen EU-Staates vorliegen, etwa sogenannte Dublin-FĂ€lle. Ist diese bestĂ€tigt, sollen Aufenthaltspflichten und EinschrĂ€nkungen der Bewegungsfreiheit angeordnet werden können. Ziel ist es, ein Abtauchen vor einer Ăberstellung zu verhindern. Die Einrichtung der Zentren ist den BundeslĂ€ndern freigestellt.
Zuspruch kam aus Baden-WĂŒrttemberg: "Wir unterstĂŒtzen MaĂnahmen, die Migration ordnen, steuern und begrenzen", sagte MigrationsstaatssekretĂ€r Siegfried Lorek (CDU). Den geplanten SekundĂ€rmigrationszentren stehe man "aufgeschlossen gegenĂŒber". Mehrere BundeslĂ€nder erklĂ€rten, bislang noch keine Entscheidung darĂŒber getroffen zu haben, ob sie ein solches Zentrum einrichten.
Im Bund stellten sich beide Koalitionspartner wĂ€hrenddessen hinter die gefundene Einigung: "Nach der Einigung mit der SPD schöpfen wir endlich die Möglichkeiten aus, um die illegale Weiterreise von Asylbewerbern innerhalb der EU zu stoppen. Dazu setzen wir auf weitere SekundĂ€rmigrationszentren, neben den laufenden Grenzkontrollen und ZurĂŒckweisungen", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU). "Und wir kĂŒrzen die Sozialleistungen fĂŒr die Asylbewerber, die sich in einem anderen EU-Staat aufhalten mĂŒssen und illegal zu uns weiterreisten."
FĂŒr die SPD sei es wichtig gewesen, "die Ausgangslage von Familien und vulnerablen Gruppen in den Blick zu nehmen. Kinder dĂŒrfen zur Schule gehen, auch eine verbesserte Gesundheitsversorgung stellen wir sicher", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler. Entscheidend sei fĂŒr die SPD auch, dass alle Menschen im Asylverfahren zukĂŒnftig einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen können.


