Israel warnt Europa vor dschihadistischem Terrorstaat PalÀstina
31.07.2025 - 15:40:29Daran seien die Verhandlungen in Doha zu einem Waffenstillstand gescheitert. "Deutschland ist das einzige fĂŒhrende Land, das noch rational handelt", sagte Saar mit Blick auf die Positionen anderer EU-Staaten. Der AuĂenminister sieht die Verantwortung fĂŒr die katastrophale Lage im Gazastreifen bei der Hamas. "Die Behauptung, Israel sei dafĂŒr verantwortlich, ist eine LĂŒge. Wir arbeiten unter schwierigen UmstĂ€nden sehr hart daran, humanitĂ€re Hilfe zu ermöglichen." Er behauptete, die Hamas plĂŒndere UN-Hilfslieferungen. "Mit diesen Ressourcen kann sie neue Terroristen rekrutieren und diesen Krieg endlos fortsetzen." Die New York Times hatte kĂŒrzlich unter Berufung auf FĂŒhrungskrĂ€fte des israelischen MilitĂ€rs berichtet, dass es keine Beweise dafĂŒr gebe, dass die Hamas systematisch UN-HilfsgĂŒter in Gaza entwendet. Nach ExperteneinschĂ€tzungen sind derzeit tĂ€glich mindestens 500 Lastwagen mit Hilfslieferungen fĂŒr Gaza nötig, in den vergangenen Wochen waren es jedoch nur rund 70 pro Tag. Saar behauptete, die humanitĂ€re Lage in Gaza erfahre international so viel Beachtung aufgrund antiisraelischer Haltungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe mit seiner Aussage, Israel erledige die "Drecksarbeit" fĂŒr die Welt, Recht gehabt. "Wir lassen uns nicht mit Sanktionen einschĂŒchtern, oder davon, einen zukĂŒnftigen palĂ€stinensischen Staat anzuerkennen", so Saar. Aktuell erfahren in Gaza 469.500 Menschen eine Hungersnot auf der höchsten Stufe der IPC-Skala zur Einstufung der ErnĂ€hrungssicherheit. Mehr von einer Hungersnot der Stufe 5 betroffene Menschen gibt es derzeit nur im Sudan, dort sind es 637.234 Menschen. Mit Blick auf das Westjordanland sprach Saar nicht von einem besetzen Gebiet, sondern von "umstrittenen Gebieten". Ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs hatte 2024 festgestellt, dass die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland eine völkerrechtswidrige Annexion darstelle. Einer Zweistaatenlösung erteilte Saar keine eindeutige Absage. "Aber jeder, der die RealitĂ€t versteht, wird klar erkennen, dass ein palĂ€stinensischer Staat, der heute gegrĂŒndet wird, ein dschihadistischer Terrorstaat inmitten unseres Kernlandes sein wird." Saar sagte, Israel plane nicht, im Gazastreifen zu regieren oder PalĂ€stinenser gegen ihren Willen auszuweisen. Er sei jedoch ĂŒberzeugt davon, dass viele PalĂ€stinenser das Land verlassen wollten. "Wir haben die Pflicht, ihnen dies zu ermöglichen." Israel werde den Krieg weiterfĂŒhren, bis alle Geiseln zurĂŒckgebracht seien und die Hamas vernichtet sei.


