Niclas Füllkrug trifft achtmal und bleibt bei DFB-Chancen gelassen
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 01:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFüllkrugs Bilanz und Klopps Planung
- Füllkrug bestritt bisher 24 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.
- Der Stürmer erzielte gegen Mainz seine Saisontore sieben und acht.
- Klopp unterschied zwischen Gegenwart, mittelfristiger und langfristiger Zukunft.
Füllkrug bleibt nach Klopp-Aussage gelassen
Niclas Füllkrug hat nach seinem Doppelpack beim 3:2 von Werder Bremen beim FSV Mainz 05 gelassen auf die Diskussion über eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft reagiert. Der 33 Jahre alte Stürmer sagte im ZDF-„Sportstudio“, Bundestrainer Jürgen Klopp habe eine klare Aussage getroffen und jeder könne daraus seine eigenen Schlüsse ziehen.
Füllkrug erzielte in Mainz seine Saisontore sieben und acht und nährte damit die Debatte über eine erneute Nominierung für das DFB-Team.
Füllkrug verweist auf Klopps klare Linie
Mit Blick auf eine mögliche weitere Nichtberücksichtigung erklärte Füllkrug, er könne das verstehen, falls die Nationalmannschaft auf eine jüngere und dynamische Ausrichtung setze. Sollte es anders kommen, könne man darauf immer noch reagieren.
Klopp hatte wenige Tage zuvor auf die Diskussion über den Angreifer reagiert. Füllkrug schieße in der Bundesliga zwar ein Tor nach dem anderen, sei aber 33 Jahre alt, sagte der Bundestrainer bei DAZN.
Bundestrainer unterscheidet drei Zeithorizonte
Auf die Frage, ob Füllkrug wegen seines Alters nicht mehr in die Mannschaft passe, verwies Klopp auf Gegenwart, mittelfristige Zukunft und langfristige Zukunft. In der Gegenwart könne es funktionieren, mittelfristig unter Umständen ebenfalls; langfristig müsse man sehen.
Füllkrug sagte nach dem Spiel, Klopp habe lediglich Fakten aufgezählt. Er spiele nicht für eine Nominierung, sondern für Werder Bremen.
24 Länderspiele für Deutschland
Der Stürmer hat bislang 24 Länderspiele absolviert. Mit seinen Toren gegen Mainz führte er Werder zum dritten Saisonsieg und setzte seine starke Torserie fort.
Die Debatte um Niclas Füllkrugs Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft verbindet sportliche Leistung mit einer grundsätzlichen Kaderfrage. Der 33-Jährige liefert bei Werder Bremen derzeit regelmäßig Tore und hat mit seinen Treffern gegen Mainz seine Saisonbilanz auf acht Bundesligatore erhöht. Damit steht nicht nur seine individuelle Form im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie stark Bundestrainer Jürgen Klopp bei der Auswahl zwischen aktueller Leistung und langfristiger Kaderplanung gewichtet.
Füllkrug hat bislang 24 Länderspiele bestritten und gehört damit zu den erfahrenen Angreifern im deutschen Fußball. Seine Rolle wäre bei einer Rückkehr vermutlich nicht allein an der Perspektive bis zum nächsten Turnier zu messen, sondern auch an der Fähigkeit, kurzfristig Erfahrung, Abschlussstärke und Präsenz im Strafraum einzubringen. Klopps Hinweis auf Gegenwart, mittelfristige und langfristige Zukunft deutet auf eine gestufte Planung hin, in der Alter und aktuelle Form gegeneinander abgewogen werden.
Form gegen langfristige Planung
Für Werder ist Füllkrugs Torserie zunächst ein sportlicher Gewinn und ein wichtiger Faktor im Kampf um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Für die Nationalmannschaft erhöht sie zugleich den öffentlichen Erwartungsdruck vor den kommenden Nominierungen. Eine Entscheidung für oder gegen den Stürmer dürfte deshalb nicht nur als Bewertung seiner Treffer verstanden werden, sondern als Signal dafür, welchen Stellenwert kurzfristige Bundesligaform im neuen DFB-Konzept erhält.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „RB atmet auf, HSV-Serie reißt: Werder schnuppert dank Tormaschine Füllkrug Europa-Luft“ (24.10.2026)
Der Beitrag habe Füllkrugs Doppelpack beim 3:2 in Mainz und seine acht Saisontore hervorgehoben. Anders als die dpa-Meldung, die Füllkrugs Reaktion auf Klopp in den Mittelpunkt stelle, habe n-tv stärker die Tabellenentwicklung Werders und den sportlichen Druck durch die Torserie betont.
ZDF: „sportstudio-Gast Füllkrug trifft doppelt: Bremen gewinnt in Mainz“ (24.10.2026)
Das ZDF habe den Sieg, die beiden verwandelten Elfmeter und Füllkrugs sechstes Ligaspiel in Folge mit Torerfolg beschrieben. Der Schwerpunkt liege damit stärker auf der sportlichen Vorlage für die DFB-Debatte, während die dpa-Meldung zusätzlich Füllkrugs zurückhaltende Antwort auf Klopp ausführlich darstelle.
Beide Beiträge stellten Füllkrugs aktuelle Torform als Argument für eine mögliche Rückkehr heraus. Offen bleibe, wie Klopp diese Form bei der nächsten Kaderentscheidung gegenüber seiner langfristigen Planung gewichten werde.
