Nachbarn grillen im Hinterhof

Niedersachsen plant Lockerung der Corona-EinschrÀnkungen ab Oktober

03.09.2020 - 11:35:05 | ad-hoc-news.de

Aufgrund des niedrigen Infektionsgeschehens in Niedersachsen, beabsichtigt die Landesregierung Lockerungen bei den EinschrÀnkungen zu privaten Feiern.

Nachbarn grillen im Hinterhof - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bei den langfristig niedrigen Infektionszahlen in Niedersachsen ist eine moderate Lockerung der Corona-BeschrĂ€nkungen verantwortbar, betont der MinisterprĂ€sident von Niedersachsen, Stephan Weil (SPD) gegenĂŒber der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“. Dabei sind private Feiern sicherlich ein Punkt, den wir ĂŒberprĂŒfen und dann eine angemessene Lösung finden werden. Das Infektionsgeschehen bestĂ€tigt unsere Strategie, die im Vergleich zu anderen BundeslĂ€ndern von Beginn an deutlich schĂ€rfer war. Aufgrund des VerstĂ€ndnisses und der Disziplin der Bevölkerung können wir jetzt Erfolge in der EindĂ€mmung der Pandemie vorweisen, die es uns erlauben, vorsichtige Schritte in Richtung einer Normalisierung zu gehen, erklĂ€rt Weil.
Auch in Bezug auf öffentliche Veranstaltungen sieht der MinisterprĂ€sident Anlass zum Optimismus. Ich kann mir die DurchfĂŒhrung von WeihnachtsmĂ€rkten durchaus vorstellen, wenn tragfĂ€hige Hygienekonzepte vorgelegt werden. Es sind Open-air-Veranstaltungen, bei denen ohnehin ein geringeres Risiko der Ansteckung besteht. Sie werden sich im Ablauf sicherlich erheblich von dem unterscheiden, was wir traditionell als WeihnachtsmĂ€rkte verstehen, aber ich halte eine generelle Absage zu diesem Zeitpunkt fĂŒr nicht vertretbar.
Wir mĂŒssen bereit sein, unkonventionelle Wege zu gehen. Dies gilt nicht nur fĂŒr das öffentliche Leben, sondern insbesondere auch fĂŒr die Erhaltung unserer ökonomischen Grundstrukturen. Die Automobilindustrie ist in einem besonderen Maß von dem Corona-Lock-Down betroffen. Die Landesregierung von Niedersachsen steht laut Weil in einem engen Kontakt zu den Regierungen in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg, die ebenfalls erheblich von der kriselnden Automobilkonjunktur betroffen sind. Trotz wieder ansteigender Zulassungszahlen sieht Niedersachsens MinisterprĂ€sident weiterhin eine hohe Gefahr fĂŒr die Produzenten und Zulieferbetriebe. Erst der Herbst wird definitiv zeigen, wie unsere Automobilindustrie durch die Krise gekommen ist. Im Gegensatz zur Bundesregierung betont Niedersachsen die Notwendigkeit von Sonderprogrammen zur Förderung der Automobilinfrastruktur. Nachdem eine AutokaufprĂ€mie vom Tisch ist, konzentriert sich der SPD-Politiker auf die Entwicklung anderer Fördermodelle fĂŒr die Hersteller. Ich bin zwar weiterhin von der KaufprĂ€mie als Konjunkturmotor ĂŒberzeugt, aber ich bin auch soweit Realpolitiker, dass ich die Tatsachen akzeptieren kann. Vieles deutet derzeit auf eine Ă€ußerst schwierige Situation im nĂ€chsten Jahr hin. Wir brauchen hier eine offensive Industriepolitik, wenn wir nicht hunderttausende von Jobs riskieren wollen. Aktuell sind KreativitĂ€t und Entscheidungen ohne ideologische Scheuklappen gefragt, insistiert der MinisterprĂ€sident in der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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