NRW-Finanzminister stellt Bedingungen fĂŒr Steuerreform
18.06.2026 - 06:40:49 | dts-nachrichtenagentur.deTrotzdem signalisierte Optendrenk eine gewisse Reformbereitschaft. Man trage mit, was verfassungsrechtlich zwingend geboten sei, sagte er. Dazu zĂ€hle er die Anpassung des Grundfreibetrags oder des Kinderfreibetrags, bei denen es um das Existenzminimum gehe. Dazu seien auch die LĂ€nder unbestreitbar bereit, so Optendrenk. Wenn der Bund mehr wolle, mĂŒsse er es bezahlen - sicher nicht die LĂ€nder und Kommunen.
Wachstumsimpulse aus dem Steuerpaket hĂ€lt der NRW-Finanzminister fĂŒr möglich, aber diese mĂŒssten eben auch finanzierbar sein. Die Bundesregierung mĂŒsse klĂ€ren, was man sich leisten wolle und wirklich brauche, um wieder Wachstum in Deutschland zu erzeugen, sagte Optendrenk dem "Tagesspiegel". Dass Bundeskanzler Olaf Scholz und SPD-Chef Lars Klingbeil die LĂ€nder in ihre PlĂ€ne bisher nicht eingeweiht haben, stöĂt bei ihm und anderen auf Kritik. Die LĂ€nder mĂŒssten einbezogen werden, sagte der CDU-Politiker. Ob bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler kommende Woche ĂŒberhaupt ĂŒber die Steuerreform gesprochen werde, hĂ€lt er fĂŒr offen. Dort mĂŒsse erst einmal geklĂ€rt werden, ob und wann das Grundprinzip "Wer bestellt, bezahlt" eingefĂŒhrt wird. Die Umsetzung der VeranlassungskonnexitĂ€t hat sich Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag vorgenommen.
