"Schulen sind sicher keine Orte, an denen rekrutiert werden sollte", sagte sie der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Sie finde es aber grundsĂ€tzlich wichtig, dass Soldaten die Möglichkeit erhalten, mit jungen Menschen ins GesprĂ€ch zu kommen, um ihnen zu erklĂ€ren, in welcher Welt sie aufwachsen und welche Rolle die Bundeswehr darin ĂŒbernehme.
Deutschland habe eine Parlamentsarmee "und ich bin ausdrĂŒcklich dafĂŒr, dass sie wieder stĂ€rker mit allen Teilen der Gesellschaft ins GesprĂ€ch kommt", so die Wirtschaftsministerin weiter. Neubaur stellte klar, dass sie am geplanten ersten öffentlichen Gelöbnis von rund 400 Rekruten vor dem DĂŒsseldorfer Landtag im September teilnehmen werde: Soldaten hĂ€tten sich entschieden, im Zweifel Leib und Leben fĂŒr die Sicherheit zu opfern.
"DafĂŒr gebĂŒhrt ihnen Dank und Respekt, den wir als Gesellschaft wieder sichtbarer zollen sollten."
MilitĂ€rische Zeremonielle und die PrĂ€senz von Soldaten in Schulen waren vor allem bei den GrĂŒnen lange umstritten. Mit dem Ăberfall Russlands auf die Ukraine hat sich aber auch in NRW der Blick fĂŒhrender ParteifunktionĂ€re auf die Bundeswehr stark verĂ€ndert.
Formal dĂŒrfen Soldaten schon seit Jahren an NRW-Schulen eingeladen werden. Im Zentrum solcher Besuche sollen Informationen zur globalen KonfliktverhĂŒtung und KrisenbewĂ€ltigung stehen. Jugendoffiziere dĂŒrfen ausdrĂŒcklich nicht fĂŒr TĂ€tigkeiten werben. LehrkrĂ€fte mĂŒssen durchgehend anwesend sein. Dass mit Neubaur nun eine fĂŒhrende GrĂŒnen-Politikerin in NRW fĂŒr Soldaten-Besuche im Klassenzimmer wirbt, könnte die Hemmschwelle in manchen Lehrerzimmern senken.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen â dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren. FĂŒr. Immer. Kostenlos.