Mismatch auf dem Ausbildungsmarkt hÀlt an / / BA-Presseinfo Nr. 44
26.08.2025 - 12:25:36 | presseportal.deIm Juli waren bundesweit noch 182.000 bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete AusbildungsplÀtze unbesetzt. Gleichzeitig waren 140.000 junge ausbildungsinteressierte Menschen gemeldet, die noch keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative gefunden hatten. Auch wenn sich im August und im September noch viel auf dem Ausbildungsmarkt bewegt, so wird das Mismatch auch dieses Jahr anhalten.
Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der BA, appelliert daher sowohl an Jugendliche als auch an Ausbildungsbetriebe: "Seien Sie flexibel! Von Unternehmen wĂŒnsche ich mir: Geben Sie jungen Menschen auch dann eine Chance, wenn sie nicht auf den ersten Blick perfekt ins Profil passen. Qualifikationen lassen sich entwickeln und wir als BA beraten und unterstĂŒtzen Sie dabei - auch mit Blick auf Fördermöglichkeiten. Die Auszubildenden von heute sind Ihre FachkrĂ€fte von morgen! Jungen Menschen möchte ich sagen: Nutzen Sie die Möglichkeiten, schauen Sie ĂŒber den eigenen Tellerrand hinaus, entdecken Sie neue Berufe und seien Sie bereit, sich auch regional zu bewegen. Melden Sie sich bei uns - unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater unterstĂŒtzen Sie. Eine Berufsausbildung ist eine Investition in Ihre Zukunft und langfristig der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit!"
Berufliches Mismatch erschwert die erfolgreiche Ausbildungssuche
In vielen Handwerksberufen, wie in der Herstellung und im Verkauf von Lebensmitteln oder in Bauberufen, aber auch im Verkauf, in der Lagerlogistik, in GaststÀttenberufen oder in technischen Berufen (z. B. in Mechatronik, Automatisierungstechnik, Metallbau), fÀllt die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen deutlich höher aus als die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber.
Im Gegensatz dazu gibt es zum Beispiel im Friseurhandwerk, in der Softwareentwicklung, in der Tischlerei oder auch in sehr beliebten Berufen wie der technischen Mediengestaltung und der Tierpflege deutlich weniger Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber.
Mismatch bei Qualifikationen bleibt eine Herausforderung
Die Chancen auf eine Ausbildungsstelle unterscheiden sich zwischen den SchulabschlĂŒssen. So standen im Juli jungen Menschen mit Hauptschulabschluss gut 60 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen offen. Junge Menschen mit mit Realschulabschluss konnten sich auf 93 Prozent aller Ausbildungsstellen bewerben und Abiturientinnen und Abiturienten theoretisch auf alle Ausbildungsstellen.
Regionale Verteilung von Bewerbern und Stellen ist nicht ĂŒberall ausgeglichen
In neun BundeslĂ€ndern waren im Juli deutlich mehr betriebliche Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. In fĂŒnf LĂ€ndern hielten sich gemeldete Bewerberinnen und Bewerber sowie gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rechnerisch annĂ€hernd die Waage. Im Gegensatz dazu fehlten betriebliche Ausbildungsstellen in Berlin und Hessen.
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