Studie: UnionswÀhler verlieren Vertrauen in Demokratie
18.02.2024 - 04:00:00FĂŒr die Studie waren Ende November und Anfang Dezember 1.543 erwachsene BundesbĂŒrger interviewt worden. Insgesamt nimmt die Zufriedenheit mit der Demokratie abermals leicht ab. Nur noch gut jeder Dritte Deutsche (36 Prozent) ist mit der Demokratie zufrieden. Im Juni 2023 waren es 38 Prozent, im Dezember 2022 noch eine Mehrheit von 52 Prozent. Mit 53 Prozent blickt gut die HĂ€lfte der BĂŒrger optimistisch in die Zukunft, dieser Wert ist, verglichen mit Ende 2023, stabil. AnhĂ€nger von SPD und GrĂŒnen zeigen sich deutlich optimistischer als noch Ende 2023. So stimmen 73 Prozent der SPD-AnhĂ€nger und 66 Prozent der GrĂŒnen-AnhĂ€nger der Aussage zu: "Man weiĂ ja nicht, was die Zukunft bringt, aber ich glaube, dass alles gut wird." Unter den Unions-AnhĂ€ngern sagen dies 53 Prozent. Bei den AnhĂ€ngern der AfD ĂŒberwiegt der Pessimismus. Nur jeder vierte AfD-WĂ€hler (25 Prozent) blickt optimistisch in die Zukunft. Auch Bundestag und Bundesregierung erleben laut der Studie eine Vertrauenskrise: Nur noch 42 Prozent der BĂŒrger haben Vertrauen in den Bundestag (Ende 2023: 44 Prozent, Mitte 2022: 51 Prozent). Dramatisch gesunken ist auch hier das Vertrauen der CDU/CSU-WĂ€hler: Nur 41 Prozent der UnionsanhĂ€nger vertrauen dem Bundestag, Ende 2023 waren es noch 47 Prozent und Mitte 2022 63 Prozent. Nur 34 Prozent der Deutschen vertrauen der Ampel-Regierung; Ende 2023 waren es noch 39 Prozent, Mitte 2022 sogar 47 Prozent. Die Koalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP regiert seit Ende 2021. ErwartungsgemÀà vertrauen die AnhĂ€nger von SPD (63 Prozent) und GrĂŒnen (78 Prozent) der Ampel-Koalition mehr als die WĂ€hler von Union (33 Prozent) und AfD (1 Prozent). In ihrem Fazit schreibt die Autorin der Studie, Sabine Pokorny: "Die WĂ€hlerschaft der GrĂŒnen hat ihren Optimismus zurĂŒck. Die Zuversicht der GrĂŒnen-WĂ€hler fĂŒr die Zukunft steigt, ihre Demokratiezufriedenheit stabilisiert sich". Ein ganz anderes Bild zeigten die CDU/CSU-WĂ€hler. "FĂŒr die WĂ€hlerschaft der Union gibt es wenig Positives zu berichten", schreibt Pokorny: "Die Demokratiezufriedenheit der CDU/CSU-WĂ€hlerschaft geht insgesamt um 22 Punkte zurĂŒck."


