FördermittelaffÀre, Bundesbildungsminister

Özdemir will in FördermittelaffĂ€re nicht nachbohren

Veröffentlicht am: 22.01.2025 um 20:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

In der sogenannten FördermittelaffĂ€re hat Bundesbildungsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) seine jĂŒngste Entscheidung verteidigt, an der Verschwiegenheitspflicht der entlassenen StaatssekretĂ€rin Sabine Döring festzuhalten.

Cem Özdemir (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Cem Özdemir (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich muss in so einem Fall auch die Persönlichkeitsrechte meiner Mitarbeiter schĂŒtzen", sagte Özdemir dem "Spiegel". Es geht um VorwĂŒrfe gegen das BMBF unter Özdemirs VorgĂ€ngerin, Bettina Stark-Watzinger (FDP). Demnach sollte im Ministerium geprĂŒft werden, ob man kritischen Wissenschaftlern, die einen offenen Brief im Zusammenhang mit Gaza-Protesten unterschrieben hatten, Fördermittel kĂŒrzen könne.

Döring wurde im Zuge der AffĂ€re Mitte Juni vorzeitig in den Ruhestand versetzt und bekam einen beamtenrechtlichen Maulkorb. Özdemir hatte eine hausinterne Revision veranlasst, um die VorgĂ€nge prĂŒfen zu lassen. Laut dem nun vorliegenden Abschlussbericht habe sich "kein Fehlverhalten im Verwaltungsablauf feststellen" lassen, erklĂ€rte der Minister. "Aber offensichtlich gab es zumindest Unklarheit, was der politische Auftrag der damaligen FDP-Spitze war. So ist in der Öffentlichkeit ein Reputationsschaden entstanden, der gravierend ist." Bei der internen Revision des BMBF seien weit ĂŒber 1.000 Seiten umfassende Dokumente gesichtet worden, man habe zudem sehr ausfĂŒhrlich mit der ehemaligen StaatssekretĂ€rin Döring gesprochen. Mit Blick auf das Ergebnis sei es wenig wahrscheinlich, dass eine öffentliche Befragung darĂŒber hinausgehende Erkenntnisse erbringen werde, erklĂ€rte der Minister. "Wenn Aussage gegen Aussage steht, kann ich das nicht auflösen. Und was haben wir davon, wenn wir jetzt noch schmutzige WĂ€sche waschen."

Disclaimer...

de | politik | 66518866 |