Oktober 2026: Tankrabatt, Alkoholverbot an Bahnhöfen und Winterzeit
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 04:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Oktober sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel, die Deutsche Bahn weitet ein Alkoholverbot aus und mehrere neue Regeln betreffen Umwelt, Vorsorge und Gartenbesitzer.
Tankrabatt bis zum Jahresende
Vom 1. Oktober bis 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent je Liter sinken. EinschlieĂlich Mehrwertsteuer ergibt sich laut Bundesregierung eine rechnerische Entlastung von 17 Cent je Liter. Bundestag und Bundesrat brachten die Regelung kurz vor dem letzten Septemberwochenende auf den Weg.
Bereits im FrĂŒhjahr hatte es einen zweimonatigen Tankrabatt gegeben. Eine Garantie, dass die gesamte Steuerentlastung an den ZapfsĂ€ulen ankommt, ist mit der Regelung nicht verbunden.
Alkoholverbot an 5.400 Bahnhöfen
Die Deutsche Bahn will das Alkoholverbot bis zum 15. Oktober schrittweise an allen rund 5.400 deutschen Bahnhöfen umsetzen. Es gilt im gesamten Bahnhofsbereich einschlieĂlich der Bahnsteige und soll die Sicherheit fĂŒr FahrgĂ€ste und BeschĂ€ftigte sowie die Sauberkeit verbessern.
Bei VerstöĂen droht zunĂ€chst ein Platzverweis. Im Wiederholungsfall kann die Bahn ein Hausverbot aussprechen. In gastronomischen Bereichen bleiben Ausnahmen möglich.
Eine Stunde lÀnger schlafen
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, endet die Sommerzeit. Die Uhren werden um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurĂŒckgestellt; die Nacht ist dadurch eine Stunde lĂ€nger.
Heckenschnitt wieder erlaubt
Ab 1. Oktober dĂŒrfen Hecken und BĂŒsche wieder radikal zurĂŒckgeschnitten oder entfernt werden. Die vom 1. MĂ€rz bis 30. September geltende Schonzeit schĂŒtzt insbesondere nistende Vögel und andere Tiere. Form- und Pflegeschnitte sind auch wĂ€hrend dieser Zeit erlaubt, sofern Tiere und Nester geschont werden.
Vorsorgedokumente digital hinterlegen
Vorsorgevollmachten, PatientenverfĂŒgungen und BetreuungsverfĂŒgungen können ab Oktober als Abschriften digital im Zentralen Vorsorgeregister hinterlegt werden. Ărztinnen und Ărzte sowie Betreuungsgerichte können im Ernstfall unmittelbar einsehen, welche Dokumente vorliegen.
Den Upload ĂŒbernehmen institutionelle, verifizierte Nutzer wie Notare oder RechtsanwĂ€lte. Privatpersonen können die Dokumente nicht selbst in das Register hochladen.
Neue PFAS-Regeln fĂŒr bestimmte Produkte
Ab 10. Oktober gelten in der EuropĂ€ischen Union neue Vorgaben fĂŒr eine PFAS-Untergruppe. Bestimmte Produkte wie Kleidung, Schuhe und Kosmetika dĂŒrfen die Stoffe nur noch in geringeren Mengen enthalten oder mĂŒssen mit anderen Beschichtungen und Rezepturen hergestellt werden.
PFAS sind besonders langlebige, oberflĂ€chen- und hitzebestĂ€ndige Chemikalien. Die neuen Vorgaben betreffen nicht sĂ€mtliche PFAS und gelten mit Ausnahmen, etwa fĂŒr bestimmte spezialisierte Schutzkleidung.
Entlastung an der ZapfsÀule ohne Preisgarantie
Die Energiesteuersenkung wirkt zunĂ€chst unmittelbar: Der Staat verzichtet auf Einnahmen, wĂ€hrend Benzin und Diesel rechnerisch um rund 17 Cent je Liter gĂŒnstiger werden könnten. FĂŒr Pendler, Familien und Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch ist das eine spĂŒrbare Entlastung ĂŒber drei Monate. Der tatsĂ€chliche Endpreis hĂ€ngt jedoch weiterhin von Rohölkursen, Wechselkursen, regionalem Wettbewerb und der Preispolitik der Mineralölwirtschaft ab.
Das Alkoholverbot an Bahnhöfen erweitert die Hausordnung der Deutschen Bahn zu einer bundesweit einheitlichen Regel. Reisende dĂŒrfen GetrĂ€nke zwar verschlossen mitfĂŒhren; getrunken werden darf Alkohol im Bahnhofsbereich einschlieĂlich der Bahnsteige kĂŒnftig grundsĂ€tzlich nicht mehr. Ausnahmen in gastronomischen Betrieben begrenzen die Wirkung auf den Reisealltag, wĂ€hrend VerstöĂe zunĂ€chst mit Platzverweisen und anschlieĂend mit Hausverboten geahndet werden können.
Neue Pflichten und mehr digitale Vorsorge
Bei den ĂŒbrigen Ănderungen stehen Umwelt- und Verwaltungsfragen im Mittelpunkt. Die PFAS-Regeln treffen vor allem Hersteller und HĂ€ndler, weil bestimmte Stoffe in ausgewĂ€hlten Textilien, Schuhen und Kosmetika nur noch unter engen Grenzwerten eingesetzt werden dĂŒrfen; bereits im Handel befindliche Ware kann weiter abverkauft werden. Das Vorsorgeregister verbessert zugleich den Zugriff auf hinterlegte Dokumente im Ernstfall, ersetzt aber nicht die rechtliche Beratung bei ihrer Erstellung.
FĂŒr private Haushalte bleiben die Zeitumstellung und der Heckenschnitt die unmittelbarsten Termine: Am 25. Oktober gibt es eine Stunde zurĂŒck, ab 1. Oktober sind starke RĂŒckschnitte wieder zulĂ€ssig. Form- und Pflegeschnitte bleiben auch wĂ€hrend der Schutzzeit erlaubt, sofern Nester und Tiere geschont werden.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
MDR: âAlkoholverbot an Bahnhöfen, weniger Chemie in Kleidung, Zwangsvollstreckung wird digitalerâ (28.09.2026)
Der Bericht bestĂ€tige die zentralen Ănderungen und ergĂ€nze sie um die geplante Digitalisierung des FĂŒhrungszeugnisses sowie des Vollstreckungsverfahrens. Beim PFAS-Thema hebe er hervor, dass spezialisierte Schutzkleidung zunĂ€chst ausgenommen bleibe und vorhandene Ware weiter verkauft werden dĂŒrfe.
Merkur: â2,5 Milliarden Euro Tankrabatt â doch wie viel davon kommt wirklich bei Ihnen an?â (28.09.2026)
Der Artikel bestĂ€tige die rechnerische Entlastung, setze aber einen anderen Schwerpunkt auf die fehlende Preisgarantie an der Tankstelle. Er betone auĂerdem, dass die PFAS-Regeln punktuell fĂŒr bestimmte Produktgruppen gĂ€lten und kein vollstĂ€ndiges Verbot aller PFAS darstellten.
Beide Berichte stimmten bei den wesentlichen Oktober-Terminen ĂŒberein; Unterschiede gebe es vor allem bei der wirtschaftlichen Bewertung des Tankrabatts und bei den zusĂ€tzlichen VerwaltungsĂ€nderungen. Offen bleibe, wie stark die Steuersenkung tatsĂ€chlich an Verbraucher weitergegeben werde.
