Olympiabewerbung, München

Olympia-Bewerbung: München setzt für Segeln auf Kiel

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 10:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

München will bei einer möglichen Olympia-Ausrichtung die Segelwettbewerbe in Kiel austragen. Die Entscheidung fällt in Baden-Baden bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB.

  • Sollte München die Olympischen Spiele bekommen, dann würde in Kiel gesegelt. (Archivbild) - Bild: Sascha Klahn/dpa
    Sollte München die Olympischen Spiele bekommen, dann würde in Kiel gesegelt. (Archivbild) - Bild: Sascha Klahn/dpa
  • München will sich gegen Berlin und Rhein-Ruhr durchsetzen und deutscher Olympia-Bewerber werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
    München will sich gegen Berlin und Rhein-Ruhr durchsetzen und deutscher Olympia-Bewerber werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
Sollte München die Olympischen Spiele bekommen, dann würde in Kiel gesegelt. (Archivbild) - Bild: Sascha Klahn/dpa München will sich gegen Berlin und Rhein-Ruhr durchsetzen und deutscher Olympia-Bewerber werden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa

München geht mit Kiel als Standort für die Segelwettbewerbe in den Endspurt der nationalen Bewerbungsphase für die Olympischen Spiele.

Zusammenarbeit für die Olympia-Pläne

Die bayerische Landeshauptstadt und die Küstenstadt in Schleswig-Holstein vereinbarten eine Zusammenarbeit. Damit ist geklärt, wo die Segelwettbewerbe stattfinden würden, falls München den Olympia-Zuschlag erhält.

Entscheidung des DOSB steht bevor

München bewirbt sich neben Berlin und der Region Rhein-Ruhr darum, als deutscher Kandidat für die Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 ausgewählt zu werden. Die Entscheidung fällt am Samstag in Baden-Baden bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Rückgriff auf Olympia 1972

München hatte sich bislang offiziell noch offengelassen, ob Kiel oder Rostock-Warnemünde die Segel-Wettbewerbe ausrichten soll. Nun setzt die Bewerbung auf Kiel und knüpft damit an die Spiele von 1972 an, als in der Kieler Förde gesegelt wurde.

Politische Unterstützung aus Bayern und Schleswig-Holstein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nannte München und Kiel ein passendes Duo und verwies auf das gemeinsame olympische Erbe. Münchens Oberbürgermeister Sebastian Krause hob den Rückhalt in der Bevölkerung, Erfahrung mit Großveranstaltungen und die wirtschaftliche Stärke beider Standorte hervor. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther wertete die Entscheidung als gute Nachricht für sein Bundesland.

Olympia-Bewerbung im Endspurt

Die Entscheidung für Kiel als Segelstandort passt in eine lange olympische Tradition an der deutschen Ostseeküste. Schon 1972 wurden die Segelwettbewerbe der Münchner Spiele in Kiel ausgetragen, nun greift München für eine mögliche erneute Olympia-Bewerbung erneut auf diesen Standort zurück.

Für die Bewerbung ist die Wahl organisatorisch bedeutsam, weil die Segelwettbewerbe damit früh verortet sind und ein klares regionales Profil bekommen. Zugleich zeigt die Vereinbarung, dass die deutschen Bewerberstädte und -regionen auch im Vorfeld der DOSB-Entscheidung auf konkrete Konzepte setzen, um ihre Chancen zu stärken.

Signal für den Standort Kiel

Für Schleswig-Holstein ist die Festlegung ein politisches und wirtschaftliches Signal. Ein Olympia-Format mit Segelwettbewerben an der Förde könnte internationale Aufmerksamkeit, zusätzliche Infrastrukturdebatten und touristische Impulse auslösen, falls Deutschland den Zuschlag innerhalb des eigenen Bewerbungsverfahrens erhält.

Für Leser ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil sie einen zentralen Baustein der Olympia-Pläne sichtbar macht: Die Bewerbung wird nicht nur abstrakt geführt, sondern mit konkreten Orten und Zuständigkeiten unterlegt. Das erhöht die Verbindlichkeit der Kampagne und schafft Klarheit darüber, wie München ein mögliches olympisches Konzept räumlich aufstellt.

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