Ostdeutsche Bauern fordern vom Bund weiteren Verkauf von FlÀchen
02.04.2024 - 17:29:13Der seit 2022 geltende Verkaufsstopp dieser FlĂ€chen solle aufgehoben werden, heiĂt es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung von BauernverbĂ€nden aus ThĂŒringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen vom Dienstag. Stattdessen sollte die Privatisierung regional verankerter Betrieb fortgesetzt und die FlĂ€chenverwaltung durch den Bund beendet werden. Auch gegen die Nachhaltigkeitskriterien bei der Verpachtung wehren sich die VerbĂ€nde.
Es geht um rund 89 000 Hektar im Besitz der bundeseigenen Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft BVVG. Seit der deutschen Vereinigung waren die FlĂ€chen aus dem frĂŒheren DDR-Staatsbesitz nach und nach privatisiert worden. 2022 stoppte die Ampel-Koalition dies und vereinbarte, die verbliebenen FlĂ€chen fast nur noch zu verpachten und zwar vorrangig an Betriebe, die besonders nachhaltig wirtschaften. DarĂŒber hinaus wurde damals entschieden, 17 500 Hektar aus dem Bestand in das "Nationale Naturerbe" zu ĂŒberfĂŒhren.
Auch dagegen protestieren die BauernverbĂ€nde. Damit wĂŒrde weitere landwirtschaftliche NutzflĂ€che aus der Produktion genommen, kritisierten sie. "Als ReprĂ€sentanten des landwirtschaftlichen Berufsstandes in den ostdeutschen BundeslĂ€ndern stellen wir fest, dass Sie mit diesem Verfahren das letzte Vermögen Ostdeutschlands verschleudern", schreiben die VerbĂ€nde an das Finanz- und das ErnĂ€hrungsministerium in Berlin. Aus ihrer Sicht solle die Privatisierung fortgesetzt und die FlĂ€chenverwaltung durch den Bund beendet werden.

