OstermÀrsche, Linke

OstermÀrsche: Linke warnt vor Vereinnahmung durch Rechte

27.03.2024 - 11:09:00 | dpa.de

Ostern im Zeichen des Friedens: Tausende werden bei traditionellen MĂ€rschen erwartet - mit klaren Forderungen an die Politik.

«Es gibt keine Friedenspolitik von Rechts», sagen die Spitzen der Linken im Bundestag. - Foto: Sebastian Gollnow/dpa
«Es gibt keine Friedenspolitik von Rechts», sagen die Spitzen der Linken im Bundestag. - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

An diesem Wochenende wollen in Dutzenden StĂ€dten Deutschlands erneut Menschen fĂŒr Frieden demonstrieren. Die traditionellen OstermĂ€rsche finden dieses Jahr unter dem Motto «Jetzt erst recht - gemeinsam fĂŒr den Frieden» statt.

Bei vielen OstermĂ€rschen werde daher lautstark eine Beendigung der Kampfhandlungen und Friedensverhandlungen im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine sowie im Gaza-Krieg gefordert werden, heißt es auf der Webseite der Organisatoren. Neben diesen beiden herausgestellten Kriegen wolle man gleichzeitig aber die vielen weiteren Konflikte und Kriege auf der ganzen Welt nicht vergessen, heißt es weiter.

Abkehr von Kriegslogik und Militarisierung gefordert

Die traditionellen Forderungen nach AbrĂŒstung und Abschaffung von Atomwaffen sollen in diesem Jahr durch eine Forderung nach einer grundlegenden Abkehr von Kriegslogik und Militarisierung verschĂ€rft werden.

Der Auftakt soll am GrĂŒndonnerstag unter anderem in Erfurt und Freiburg stattfinden. Die grĂ¶ĂŸten Veranstaltungen folgen am Karsamstag und Ostermontag. Den Veranstaltern zufolge sollten ĂŒber 100 Veranstaltungen stattfinden.

Die Spitzen der Linken im Bundestag sowie der Partei haben zur Teilnahme aufgerufen: «Die Kriegsrhetorik der Gegenwart ist erschreckend. In der EU wird dieser Tage ganz ungeniert von Kriegswirtschaft gesprochen», hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. «Deshalb gilt: Deutschland und die EU mĂŒssen nicht kriegstĂŒchtiger, sondern friedensfĂ€hig werden!» Gleichzeitig warnten sie vor der Unterwanderung einzelner OstermĂ€rsche durch rechte Gruppen: «Es gibt keine Friedenspolitik von Rechts.»

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