Neuerscheinung, Veteranenpolitik

Neuerscheinung: Veteranenpolitik. Veteranen und ihre VerbÀnde als Akteure und Adressaten politischen Handelns

07.07.2025 - 14:03:56

Potsdam - Der erste Nationale Veteranentag setzte öffentlich ein Zeichen der WertschĂ€tzung fĂŒr ehemalige Soldatinnen und Soldaten. Diesem Tag ging eine mehrjĂ€hrige Diskussion voraus. Die neu erschienende Publikation "Veteranenpolitik" des Zentrums fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zeichnet einen Teil dieses Prozesses aus wissenschaftlicher Sicht nach. Er weitet dabei den Blick auf andere LĂ€nder und deren Umgang mit Veteraninnen und Veteranen.

Seit es Kriege gibt, gibt es auch Veteranen. Nach einem Krieg respektive einem MilitĂ€reinsatz stehen Veteranen und Veteraninnen vor der Aufgabe, im zivilen Alltag (wieder) Fuß zu fassen, beruflich wie privat. Dabei geht es sowohl um FĂŒrsorge und Versorgung in materieller Hinsicht, aber ebenso um Anerkennung und WĂŒrdigung. Doch ist der "Dank des Vaterlandes" (James M. Diehl) fĂŒr den soldatischen Dienst nicht selbstverstĂ€ndlich. Nicht selten mussten (und mĂŒssen) Veteranen und Veteraninnen ihre AnsprĂŒche auf Umwegen und gegen WiderstĂ€nde durchsetzen. Sie treten so nicht nur als Objekte staatlicher Politik, sondern auch als eigenstĂ€ndig politisch handelnde Akteure in Erscheinung, die sich organisieren und ihre Interessen durchzusetzen suchen. Die Fallstudien zeigen ein breites Spektrum dieser Veteranenpolitik im 20. und 21. Jahrhundert auf. Sie illustrieren zudem die spezifischen Bindungen von Soldaten und Soldatinnen ĂŒber ihren MilitĂ€rdienst hinaus, auch auf internationaler Ebene.

Die Herausgeber

Wiss. Direktorin Dr. habil. Nina Leonhard ist Projektbereichsleiterin im Forschungsbereich MilitĂ€rsoziologie am Zentrum fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam sowie Privatdozentin am Institut fĂŒr Soziologie der WestfĂ€lischen Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster. Sie forscht u.a. zum GewaltgedĂ€chtnis der StreitkrĂ€fte.

Major Dr. Dennis Werberg ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Deutsche MilitĂ€rgeschichte bis 1945 am Zentrum fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Aus Sicht des Historikers befasste er sich in "Der Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten" mit einer Veteranenorganisation und ihrem VerhĂ€ltnis zum Nationalsozialismus.

Angaben zum Buch

Veteranenpolitik. Veteranen und ihre VerbÀnde als Akteure und Adressaten politischen Handelns. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Nina Leonhard und Denis Werberg. Berlin: de Gruyter Oldenbourg 2025, 276 S., 39,95 Euro, ISBN 978-3-11-170480-7

Pressekontakt:

Major Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit
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