Apothekenwirtschaftsbericht, Betriebsergebnisse

Apothekenwirtschaftsbericht: Betriebsergebnisse und Apothekendichte sinken

23.04.2024 - 11:18:12 | presseportal.de

Potsdam - Die wirtschaftliche Lage in den Apotheken bleibt extrem angespannt. Angesichts des medizinischen Fortschritts und einer Ă€lter werdenden Bevölkerung erwirtschafteten die Apotheken in Deutschland im Jahr 2023 zwar einen höheren Umsatz als im Vorjahr. Wegen rasant steigender Personal- und Sachkosten mĂŒssen sie sich allerdings mit einem weitaus geringeren Betriebsergebnis als 2022 zufriedengeben. Der Gesamtumsatz der Apotheken stieg 2023 auf 66,36 Mrd. Euro (netto), wĂ€hrend die Anzahl der abgegebenen Arzneimittel leicht auf 1,388 Milliarden Packungen sank. Eine durchschnittliche Apotheke erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 3,443 Mio. Euro (netto), doch das steuerliche Betriebsergebnis als Bestandteil davon sank mit 4,3 Prozent auf ein langjĂ€hriges Tief. Mit 148.000 Euro Betriebsergebnis vor Steuern und Altersvorsorge hatten selbstĂ€ndige Apothekerinnen und Apotheker im Durchschnitt weit weniger Einkommen als 2022 (160.000 Euro). Ein Drittel aller Inhaberinnen und Inhaber (34 Prozent) lag mit dem Betriebsergebnis unter der VergĂŒtung von angestellten Krankenhausapothekern ohne Leitungsverantwortung (75.000 Euro brutto). Auch mit Blick auf die flĂ€chendeckende Versorgung der Bevölkerung gibt es keine guten Nachrichten: Im ersten Quartal 2024 ging die Apothekenzahl bundesweit von 17.571 (2023) um 142 auf 17.429 Apotheken zurĂŒck - ein neuer Tiefstand. Die Apothekendichte liegt mit 21 Apotheken pro 100.000 Einwohnern mittlerweile weit unter dem europĂ€ischen Durchschnitt (32). Diese und andere Zahlen stammen aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2024, der heute in Potsdam auf dem Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) prĂ€sentiert und diskutiert wird.

Apothekenwirtschaftsbericht: Betriebsergebnisse und Apothekendichte sinken - Foto: presseportal.de

"Die Apotheken in Deutschland brauchen jetzt spĂŒrbare wirtschaftliche Verbesserungen", sagt DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann: "Es ist allerhöchste Zeit fĂŒr ein Soforthilfepaket. DarĂŒber hinaus brauchen wir eine nachhaltige Verbesserung der Honorierung unserer Kernaufgabe - der ordnungsgemĂ€ĂŸen Arzneimittelversorgung der Menschen in unserem Land. Wir brauchen mehr Handlungsfreiheit in einigen Bereichen und deutlich weniger BĂŒrokratie und GĂ€ngelung. Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken lĂ€sst notwendige Investitionen - beispielsweise in grĂ¶ĂŸere RĂ€umlichkeiten mit gesonderten BeratungsrĂ€umen fĂŒr die assistierte Telemedizin oder die DurchfĂŒhrung von Impfungen - aktuell nicht zu.". Hubmann sagt auch: "Eine Apothekenreform ist notwendig. Sie ist sogar ĂŒberfĂ€llig. Allerdings sollte - wie beim Arzneimittel - der Nutzen dieser Reform fĂŒr die Patientinnen und Patienten grĂ¶ĂŸer sein als die damit verbundenen Risiken. Und das lĂ€sst zumindest das Eckpunktepapier des Ministers bisher nicht erwarten. Da können und wollen wir mit unserem diesjĂ€hrigen Wirtschaftsforum gerne helfen und weiterdenken.".

Mehr Informationen unter www.abda.de und www.dav-wirtschaftsforum.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Leiter Kommunikation, 030 40004-132, presse@abda.de

Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbĂ€nde ĂŒbermittelt durch news aktuell

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