SozialgerichtsprÀsident, Absage

SozialgerichtsprÀsident fordert Absage der Kindergrundsicherung

27.02.2024 - 01:00:00

Rainer Schlegel, scheidender PrÀsident des Bundessozialgerichts, fordert die Bundesregierung auf, die geplante Kindergrundsicherung abzusagen.

"Alle Leute, die sich auskennen, sagen: `Das ist ein Holzweg`", sagte er dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe). "Ich finde, da mĂŒsste auch eine Ministerin die GrĂ¶ĂŸe haben zu sagen: `Ich sehe ein, es ist der falsche Weg und es fĂ€llt uns kein Zacken aus der Krone, wenn wir eine neue Richtung einschlagen`", ergĂ€nzte er. Die Kindergrundsicherung sei ein Prestigeobjekt, das "ohne RĂŒcksicht auf personelle und finanzielle Ressourcen durchgeboxt" werden solle.

Schlegel warnt, die Ampelregierung hinterlasse "eine Gesetzesruine fĂŒr nachfolgende Generationen in Politik und Verwaltung". Die Rente mit 63 bezeichnet Schlegel zudem als Fehler. "Es wĂŒrde einen mutigen Schritt des Gesetzgebers erfordern, um mit der Rente mit 63 Schluss zu machen. Aber es wĂ€re sehr wichtig", sagte er. Beim BĂŒrgergeld seien die Regelungen zu großzĂŒgig, moniert er, etwa bei den FreibetrĂ€gen fĂŒr Vermögen. "Eine vierköpfige Familie darf langfristig eine Eigentumswohnung mit 130 Quadratmetern behalten, im ersten Jahr 85.000 Euro Erspartes. Jeder Erwachsene, der erwerbsfĂ€hig ist, darf ein Auto vor der TĂŒr stehen haben. Das muss man jemandem, der jeden Tag zur Arbeit geht und kaum ĂŒber die Runden kommt, erst einmal erklĂ€ren."

@ dts-nachrichtenagentur.de