Bundesliga, RB Leipzig

Leipzigs Werner jubelt dank Traumtor gegen Ex-Club Bremen

23.11.2025 - 17:25:26

RB Leipzig lÀuft gegen Werder Bremen eine HÀlfte lang vergebens an. Dann macht Werder Druck - und RB schlÀgt eiskalt zu.

  • Bremens Torwart Mio Backhaus (l, Werder Bremen) und Ridle Baku (RB Leipzig) schauen dem Ball hinterher. Backhaus verhinderte mit seinen Paraden einen frĂŒhen RĂŒckstand der GĂ€ste in Leipzig. - Foto: Jennifer BrĂŒckner/dpa

    Jennifer BrĂŒckner/dpa

  • Die RB-Fans protestieren gegen geplante Maßnahmen und Sicherheitsregeln. - Foto: Jan Woitas/dpa

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Bremens Torwart Mio Backhaus (l, Werder Bremen) und Ridle Baku (RB Leipzig) schauen dem Ball hinterher. Backhaus verhinderte mit seinen Paraden einen frĂŒhen RĂŒckstand der GĂ€ste in Leipzig. - Foto: Jennifer BrĂŒckner/dpaDie RB-Fans protestieren gegen geplante Maßnahmen und Sicherheitsregeln. - Foto: Jan Woitas/dpa

Auch dank eines Traumtors von Neu-Nationalspieler Assan OuĂ©draogo hat Trainer Ole Werner mit RB Leipzig gegen seinen Ex-Club Werder Bremen einen Sieg gefeiert. Die Sachsen gewannen gegen Werder 2:0 (0:0) und eroberten sich Platz zwei in der Bundesliga-Tabelle zurĂŒck. FĂŒr Bremen setzte es die erste Niederlage nach fĂŒnf ungeschlagenen Spielen in Serie, somit bleibt Werder auf Rang acht.

Vor 47.800 Zuschauer in der ausverkauften Red-Bull-Arena brachte OuĂ©draogo mit einem sehenswerten Distanztreffer die Leipziger in FĂŒhrung (63. Minute). Nach einer Ecke erhöhte der Österreicher Xaver Schlager auf 2:0 (80.).

Mitspieler und Gegenspieler schwÀrmen von Ouédraogo-Tor

«Ich glaube, alles in allem ist es schon ein hochverdienter Sieg», sagte Leipzigs Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner beim Streamingdienst DAZN. Das 1:0 durch Ouédraogo sei ein «super Tor» gewesen, betonte er. «Das ist kein Zufall. Das ist ein super Junge, der sehr, sehr viel arbeitet.»

Auch von Bremens Romano Schmid gab es ein Lob fĂŒr den 19-JĂ€hrigen. «Ein krasser Schuss. Ein Lob an ihn, aber natĂŒrlich tut es weh.» OuĂ©draogo hatte in der vergangenen LĂ€nderspielphase beim 6:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei nicht nur sein DebĂŒt fĂŒr die DFB-Elf gegeben, sondern dabei auch einen Treffer erzielt. «Momentan lĂ€uft es echt gut», Ă€ußerte OuĂ©draogo.

RB-Fans protestieren gegen «Sicherheitswahn»

Am Rande des Duells protestierten die Fans von RB, eher nicht im Ultra-Bereich angesiedelt, vor der am 3. Dezember in Bremen beginnenden Innenministerkonferenz, bei der es um die Sicherheit in deutschen Arenen geht, mit einem großen Banner in ihrer Kurve mit der Aufschrift: «Gegen Euren Sicherheitswahn - Die Stadien sind sicher!». Die AnhĂ€nger sprachen sich damit gegen die geplanten Maßnahmen wie personalisierte Tickets und Gesichtserkennung aus. 

Die Werder-Kurve warf die Frage auf: «Soll das die Zukunft des Fußballs sein?». Als die RB-Fans drei Minuten nach Anpfiff ihre Lieder anstimmten, gab es Pfiffe aus dem zwölf Minuten lang schweigenden Bremer Block.

Werner musste notgedrungen umbauen, da es bei StĂŒrmer RĂŽmulo nach einer Sehnenreizung im rechten Knie fĂŒr einen Einsatz nicht reichte. DafĂŒr gab Conrad Harder sein Startelf-DebĂŒt. Zudem rĂŒckte Castello Lukeba fĂŒr den verletzten El Chadaille Bitshiabu (Muskelverletzung) wieder zurĂŒck in die Viererkette. Bremens Coach Horst Steffen brachte im Vergleich zum 2:1 gegen Wolfsburg lediglich Cameron Puertas fĂŒr Justin Njinmah.

Bremens Backhaus verhindert frĂŒhzeitigen RĂŒckstand

Leipzig war offensiv sofort da, scheiterte aber gleich reihenweise am starken Werder-Schlussmann Mio Backhaus, der erst gegen Antonia Nusa (5.), dann bei einem Flachschuss von Ouédraogo (32.) aus 20 Metern zur Stelle war und den Ball zur Ecke klÀren konnte. Der Jung-Nationalspieler Ouédraogo (38.) verzog dann aus Àhnlicher Position knapp. Sekunden spÀter schoss Baumgartner aus Nahdistanz direkt in die Arme von Backhaus, dann kratzte dieser einen abgefÀlschten Baumgartner-Schuss in der Nachspielzeit der ersten HÀlfte direkt aus dem Winkel.

Zuvor haderten die Leipziger mit dem Unparteiischen Martin Petersen, nachdem Baumgartner (26.) im Strafraum von Karim Coulibaly bei einem Zusammenprall von den Beinen geholt worden war. Petersen verweigerte einen Elfmeterpfiff. Leipzig drĂŒckte die Bremer komplett in die eigene HĂ€lfte. Werder hatte nicht einen direkten Schuss aufs RB-Tor. Sport-Chef Clemens Fritz haderte zur Pause mit der «Passgenauigkeit, gerade wenn wir dann so Richtung gegnerischer HĂ€lfte kommen».

OuĂ©draogo erzielt RB-FĂŒhrung

Nach dem Wechsel musste sich erstmals Peter Gulacsi strecken nach einem Schuss von Puertas (51.) aufs kurze Eck. Plötzlich war Werder da. Als Jens Stage steil geschickt wurde und direkt auf das RB-Tor zulief, packte Yan Diomande (59.) im Strafraum die perfekte GrĂ€tsche aus und rettete. Sekunden spĂ€ter kratzte Marco GrĂŒll fĂŒr Bremen den Ball von Baumgartner von der Linie.

Dann waren Backhaus und die Bremer machtlos: OuĂ©draogo (63.) zirkelte den Ball aus 20 Metern direkt in den Winkel zur FĂŒhrung - inmitten einer Bremer Druckphase. Gulacsi rettete dann gegen Romano Schmid (70.). Anschließend bejubelten die Bremer den Ausgleich, doch Keke Topp (71.) stand im Abseits, wie auch der VAR bestĂ€tigte. Stattdessen sorgte Schlager in der Schlussphase fĂŒr die Vorentscheidung, als er nach einer Ecke aus kurzer Distanz vollstreckte.

@ dpa.de