Deutschland, Gesundheit

Verband fordert staatlich organisiertes Hautkrebs-Screening

04.09.2023 - 01:08:33 | dpa.de

RegelmĂ€ĂŸige Hautkrebs-Screenings sind wichtig - werden aber noch zu wenig in Anspruch genommen. FĂŒr eine bessere PrĂ€vention braucht es laut Experten auch bessere Kommunikation.

Ein Hautarzt untersucht bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung eine Patientin mit einem Auflichtmikroskop. - Foto: Eva Manhart/APA/dpa

Der Berufsverband Deutscher Dermatologen (BVDD) fordert ein staatlich organisiertes Hautkrebs-Screening. «Dadurch wĂ€re sichergestellt, dass wir auch alle Bevölkerungs- und Risikogruppen erreichen», sagte VerbandsprĂ€sident Ralph von Kiedrowski der «Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung».

Derzeit können gesetzlich Versicherte ĂŒber 35 alle zwei Jahre kostenlos zur Hautkrebsvorsorge, dem sogenannten Screening, gehen - auf eigene Initiative. Nur etwa jeder Dritte nimmt dies laut dem Zeitungsbericht wahr. Daher mĂŒssten die Gesundheitsbehörden nach Ansicht des VerbandsprĂ€sidenten etwa 35,7 Millionen Versicherte anschreiben und zum kostenlosen Screening einladen, meint Kiedrowski. Er hĂ€lt eine jĂ€hrliche Vorsorgeuntersuchung fĂŒr die beste PrĂ€vention.

Der Hautarzt warnte: «Die FĂ€lle von hellem Hautkrebs werden ĂŒber uns noch hereinbrechen, weil die Menschen immer Ă€lter werden.» In den vergangenen 20 Jahren nahm die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs stark zu. 2021 wurden 105.700 Menschen mit der Diagnose stationĂ€r behandelt - das waren knapp 75 Prozent mehr FĂ€lle als 2001, wie das Statistische Bundesamt im Mai mitteilte. Etwa 4100 Menschen starben 2021 an Hautkrebs - 55 Prozent mehr als 2001, als es 2600 TodesfĂ€lle gab.

Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von mehr als 5000 HautÀrztinnen und HautÀrzten.

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