Reiche plant höhere Ausschreibungen fĂŒr leere Gasspeicher
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 07:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Gasspeicher offenbar ĂŒber zusĂ€tzliche Ausschreibungen sogenannter Long Term Options absichern. Eine fĂŒr den Herbst geplante Ausschreibung soll dafĂŒr um eine noch festzulegende Gasmenge erhöht werden.
Geplante Absicherung vor dem Winter
Nach dem Bericht laufen dazu bereits Abstimmungen mit den relevanten Stellen. Das Ministerium will bis zum 21. September klÀren, ob die Ausschreibungen genutzt und entsprechend ausgeweitet werden können.
Reiche reagiert damit auf historisch niedrige SpeicherstĂ€nde. Die Gasspeicher sind derzeit mit rund 56 Prozent gefĂŒllt und liegen damit deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben.
So funktionieren Long Term Options
Ăber die ausgeschriebenen Optionen reserviert der Erdgas-Marktmanager Trading Hub Europe Gaslieferungen bei HĂ€ndlern und zahlt dafĂŒr eine GebĂŒhr. Die HĂ€ndler mĂŒssen die Gasmengen fĂŒr einen bestimmten Zeitraum in ihren Speichern vorhalten und gegebenenfalls selbst zukaufen.
Zieht Trading Hub Europe die Option, mĂŒssen die HĂ€ndler liefern und erhalten einen garantierten Höchstpreis. Nach Darstellung aus der Meldung soll das die BefĂŒllung der Speicher anreizen und die Versorgung im Winter absichern.
Kritik und Reaktion aus dem Ministerium
Der GrĂŒnen-Abgeordnete Michael Kellner bewertet die PlĂ€ne kritisch und spricht von einer spĂ€ten KrĂŒcke. Er bezweifelt, dass die MaĂnahme zuverlĂ€ssig dafĂŒr sorgt, dass selbst bei einem kalten Winter ausreichend Gas in den Speichern liegt.
Das Bundeswirtschaftsministerium geht auf die konkreten PlÀne nicht weiter ein. Eine Sprecherin verweist lediglich auf den kontinuierlichen Austausch mit Marktteilnehmern und darauf, dass der Staat handlungsfÀhig bleibe, wÀhrend die Wintervorsorge grundsÀtzlich Aufgabe des Marktes sei.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die FĂŒllstĂ€nde der Gasspeicher offenbar ĂŒber zusĂ€tzliche Ausschreibungen sogenannter Long Term Options absichern. Der Schritt zielt darauf, die Speicher vor der Heizperiode stĂ€rker zu befĂŒllen und den Marktmechanismus dafĂŒr zu nutzen.
Nach den Angaben aus der Meldung liegt der Speicherstand mit rund 56 Prozent deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben. Das macht die Lage fĂŒr den Herbst und einen möglichen KĂ€lteeinbruch sensibel, weil die Reserve dann schneller gebraucht wĂŒrde.
Bedeutung fĂŒr Versorgung und Markt
Die geplante Konstruktion setzt auf den Erdgas-Marktmanager Trading Hub Europe, der ĂŒber die Optionen Lieferungen reserviert und den HĂ€ndlern dafĂŒr eine GebĂŒhr zahlt. FĂŒr die Marktseite bedeutet das Planungssicherheit, zugleich bindet das Instrument Mengen fĂŒr einen festgelegten Zeitraum und soll damit zusĂ€tzliche BefĂŒllung anreizen.
Politisch ist der Schritt ein Signal, dass das Ministerium bei niedrigen SpeicherstÀnden nicht nur auf freiwilliges Marktverhalten setzt. Entscheidend wird sein, ob eine höhere Ausschreibung tatsÀchlich zusÀtzliche Mengen in den Speichern sichert oder nur kurzfristig Entlastung schafft.
Offene Wirkung der MaĂnahme
FĂŒr Verbraucher und Unternehmen ist vor allem relevant, ob die VorrĂ€te bis zum Winter stabil steigen. Je besser die Speicher gefĂŒllt sind, desto gröĂer ist der Puffer bei Nachfrage-Spitzen und Störungen im Importsystem.
