Gesundheit, Arbeitsmarkt

Umfrage: HÀlfte der BeschÀftigten will vorzeitig in Rente

22.06.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Rund die HÀlfte der BeschÀftigten in Deutschland plant einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben.

Umfrage: HÀlfte der BeschÀftigten will vorzeitig in Rente
Gesundheit - Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv) 22.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK hervor, ĂŒber die der "Tagesspiegel" berichtet. Demnach wollen 44 Prozent der Befragten vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, 35 Prozent planen, bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten, und neun Prozent sogar darĂŒber hinaus. Bei den ĂŒber 50-JĂ€hrigen sind es sogar 52 Prozent, die vorzeitig aufhören möchten.

Die Umfrageergebnisse werden vor dem Hintergrund der anstehenden VorschlĂ€ge der Rentenkommission veröffentlicht, die am Dienstag der Bundesregierung unter anderem das Aus fĂŒr die Rente mit 63 empfehlen will. Zahlen der DAK legen zudem nahe, dass ein spĂ€teres Renteneintrittsalter viele Menschen gesundheitlich ĂŒberfordern könnte. "Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der BeschĂ€ftigten im Schnitt bei elf Prozent - etwa doppelt so hoch wie bei den 50-JĂ€hrigen mit 5,8 Prozent", heißt es im DAK-Gesundheitsreport. Ein Krankenstand von elf Prozent bedeutet, dass an jedem Tag im Durchschnitt elf von 100 Arbeitnehmern krankgeschrieben sind.

DAK-Chef Andreas Storm sagte dem "Tagesspiegel", die Ergebnisse verdeutlichten den großen Handlungsdruck. Der SchlĂŒssel fĂŒr ein lĂ€ngeres Erwerbsleben sei ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement und eine Unternehmenskultur, die die Erfahrung Ă€lterer BeschĂ€ftigter wertschĂ€tzt. Unternehmen könnten es sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht mehr leisten, Ă€ltere BeschĂ€ftigte und deren Kompetenzen zu verlieren, so Storm weiter.

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