Razzia bei regionalem Medienportal in Russland
05.06.2025 - 11:41:38Ihnen drohe ein Verfahren wegen der illegalen Nutzung, Weitergabe, Sammlung und Speicherung persönlicher Daten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittlungskreise. Die Journalisten werden demnach verdĂ€chtigt, bei einem korrupten Beamten Polizeiberichte gekauft zu haben, um ĂŒber spektakulĂ€re FĂ€lle zu berichten. Offiziell gibt es dazu bislang keine BestĂ€tigung.
Seit Kriegsbeginn hat Russland die Mediengesetze deutlich verschĂ€rft. Mit Verboten und schweren Strafen wurden oppositionelle Medien auĂer Landes gedrĂ€ngt. Ura.Ru gilt als kremlfreundlich und unterstĂŒtzt den von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin begonnenen Krieg gegen die Ukraine uneingeschrĂ€nkt. Allerdings hatte sich das Portal in der Vergangenheit in Einzelfragen auch kritisch geĂ€uĂert.
Ura.Ru selbst klagte ĂŒber unangemessene Gewaltanwendung der Beamten bei der Razzia. Sie seien mit VorschlaghĂ€mmern und teilweise vermummt in die Redaktion eingebrochen. Die Arbeit des BĂŒros sei lahmgelegt, der Chefredakteurin Diana Koslowa seien gewaltsam die Arme verdreht worden. Ihr Anwalt hat sie zur medizinischen Untersuchung bringen lassen. Die Polizei bestreitet die VorwĂŒrfe.

