SabotageplĂ€ne in Bayern: Zwei WeiĂrussen festgenommen
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 16:05 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSErmittlungen gegen zwei MÀnner in Bayern
- Die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen ermittelt gegen zwei WeiĂrussen im Alter von 39 und 50 Jahren.
- Die MĂ€nner sitzen seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft und sollen AnschlĂ€ge im Raum NĂŒrnberg geplant haben.
- RumĂ€nische Gerichte erlieĂen wegen des Brandanschlags in Bra?ov europĂ€ische Haftbefehle gegen beide Beschuldigten.
Festnahmen nach mutmaĂlichen SabotageplĂ€nen in Bayern
Die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen ermittelt gegen zwei WeiĂrussen, die im Raum NĂŒrnberg einen Sabotageanschlag geplant haben sollen. Die 39 und 50 Jahre alten MĂ€nner befinden sich dem Bericht zufolge seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft.
Nach den Ermittlungen sollen sie vorgehabt haben, in der NĂ€he einer Bahnstrecke und einer Stromtrasse Feuer zu legen.
Ermittlungen reichen bis nach RumÀnien
Gleichzeitig untersuchen rumĂ€nische Sicherheitsbehörden die mögliche Beteiligung der beiden MĂ€nner an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der Stadt Bra?ov. Der Angriff soll sich in der Nacht zum 14. September ereignet haben; in dem Industriepark unterhĂ€lt auch ein RĂŒstungsunternehmen ProduktionsstĂ€tten.
Nach Erkenntnissen des rumĂ€nischen Geheimdienstes SRI sollen die Beschuldigten einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk angehören. Die bayerischen Ermittlungen fĂŒhrt die Zentralstelle zur BekĂ€mpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen.
VorwĂŒrfe und europĂ€ische Haftbefehle
Den MĂ€nnern wird unter anderem AgententĂ€tigkeit zu Sabotagezwecken und die Verabredung zu einem Brandstiftungsdelikt vorgeworfen. Wegen des Anschlags in RumĂ€nien liegen gegen beide auĂerdem europĂ€ische Haftbefehle vor, die ein Gericht in RumĂ€nien erlassen hat.
Ein weiterer Mann, der an dem Anschlag in Bra?ov beteiligt gewesen sein soll, wurde nach Angaben rumÀnischer Behörden am Montag in Polen festgenommen.
Die Festnahmen fallen in eine Phase, in der deutsche Sicherheitsbehörden Sabotage- und SpionageaktivitĂ€ten als Teil einer verschĂ€rften hybriden Bedrohung durch Russland bewerten. Besonders relevant sind dabei Anlagen, deren Ausfall den Verkehr, die Energieversorgung oder industrielle ProduktionsablĂ€ufe beeintrĂ€chtigen könnte. Das geplante Vorgehen an einer Bahnstrecke und einer Stromtrasse wĂŒrde deshalb nicht nur einzelne SachschĂ€den, sondern potenziell auch erhebliche Störungen kritischer Infrastruktur bedeuten. [13][19] Der Fall verbindet deutsche und rumĂ€nische Ermittlungen. Nach der dts-Meldung richten sich die VorwĂŒrfe in Bayern auf geplante Brandstiftungen und AgententĂ€tigkeit zu Sabotagezwecken; zugleich stehen die MĂ€nner wegen eines Brandanschlags in Bra?ov im Fokus rumĂ€nischer Behörden. Der in Polen festgenommene weitere VerdĂ€chtige unterstreicht den grenzĂŒberschreitenden Charakter des Verfahrens. Der rumĂ€nische Geheimdienst hatte zuvor ein mutmaĂlich von Russland gesteuertes Sabotagenetzwerk öffentlich gemacht. [17] FĂŒr die deutschen Ermittler geht es nun vor allem darum, mögliche Auftraggeber, Kommunikationswege und weitere Beteiligte zu klĂ€ren. Die Untersuchungshaft sowie die europĂ€ischen Haftbefehle schaffen dafĂŒr den rechtlichen Rahmen, ersetzen aber keine gerichtliche PrĂŒfung der VorwĂŒrfe. Politisch dĂŒrfte der Vorgang die Debatte ĂŒber SicherheitsĂŒberprĂŒfungen und den Schutz besonders gefĂ€hrdeter Infrastruktur weiter verstĂ€rken; das Bundeskabinett hat am selben Tag eine Ausweitung entsprechender PrĂŒfungen beschlossen. [13][19]
