Russland, Energie

Kretschmer: Russland muss perspektivisch wieder Handelspartner sein

15.11.2025 - 15:22:17

Sachsens MinisterprÀsident Michael Kretschmer (CDU) dringt darauf, in Zukunft wieder Energie aus Russland zu beziehen.

"Wir mĂŒssen die Sanktionen gegen Russland auch aus dem eigenen ökonomischen Interesse betrachten", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Unser Interesse muss sein, nach einem Waffenstillstand wieder in Energielieferungen aus Russland einzutreten. Wirtschaftsbeziehungen erhöhen auch unsere Sicherheit." Kretschmer ergĂ€nzte: "Russland muss perspektivisch wieder Handelspartner sein - ohne dass wir in eine neue AbhĂ€ngigkeit kommen."

Die Parole "Nie wieder Russland" sei falsch. Europa sei nicht mehr Akteur, beklagte der MinisterprĂ€sident. "Wir liefern Waffen an die Ukraine, werden sicher auch den Wiederaufbau unterstĂŒtzen, können aber nichts mitbestimmen." Von ihrem Wettbewerbsvorteil - Energie zu gĂŒnstigen Preisen - hĂ€tten sich die EuropĂ€er verabschiedet. Auf die Nachfrage, ob er sich von Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin nicht bedroht fĂŒhle, entgegnete Kretschmer: "Russland hat ein anderes Land angegriffen. Daher mĂŒssen wir uns verteidigungsfĂ€hig aufstellen. Und das gelingt nur, wenn wir wirtschaftlich stark sind."

@ dts-nachrichtenagentur.de