Wagenknecht fordert Ukraine zu Verzicht auf Nato-Beitritt auf
28.05.2025 - 11:00:03"Die Nato-Frage war der wichtigste Grund fĂŒr den 24. Februar 2022, weil die Russen keine westlichen MilitĂ€rbasen und Raketen an ihrer Grenze wollen", behauptete die BSW-Chefin. An jenem Tag begann Russland seinen Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine. Wagenknecht sieht eine Orientierung der Ukraine Richtung Westen als Problem. "Es wird keinen Frieden geben, solange der Nato-Beitritt oder die Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine im Raum stehen", so die BSW-Vorsitzende. "Nicht ein Waffenruhe-Ultimatum, sondern ein Nato-Verzicht wĂ€re der Beweis, dass Selenskyj und die EuropĂ€er auch ernsthaft verhandeln wollen." Es dĂŒrfe nicht nur gefragt werden, ob Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin verhandeln wolle. Merz hatte am Montag gesagt, dass es keine ReichweitenbeschrĂ€nkungen fĂŒr an die Ukraine gelieferte Waffen mehr gebe. Zuvor hatte der Bundeskanzler, gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und dem polnischen MinisterprĂ€sidenten Donald Tusk, dem russischen PrĂ€sidenten ein Ultimatum fĂŒr eine Waffenruhe gesetzt - und kĂŒndigte mögliche neue Wirtschaftssanktionen an. Wagenknecht hĂ€lt das fĂŒr falsch: "Die Ultimaten und Sanktionen der EuropĂ€er in den letzten Wochen waren kein Verhandlungsangebot, sondern Sand im Getriebe möglicher FriedensgesprĂ€che." Vielmehr könne ein Nato-Verzicht der Ukraine neue Verhandlungen anregen. "Bei gleichzeitigen Sicherheitsgarantien von Staaten wie China könnte eine solche Bereitschaft zum Nato-Verzicht Putin an den Verhandlungstisch bringen", sagte Wagenknecht. "Bei diesem Treffen geht es auch um die Frage: Wollen Selenskyj und die EuropĂ€er ernsthaft verhandeln, um das Sterben zu beenden, oder wollen sie immer nur unrealistische Forderungen wiederholen?"


