GĂŒnther: VerselbststĂ€ndigung von TKMS wĂ€re gut fĂŒr Marinestandort
15.05.2024 - 18:26:00"Das Interesse von Carlyle US14309L1026 an einem möglichen Einstieg als Investor bei Thyssenkrupp Marine Systems ist aus Sicht der Landesregierung grundsĂ€tzlich positiv zu werten", teilte GĂŒnther am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit.
"Eine VerselbststĂ€ndigung von TKMS wĂŒrde den Marinestandort Schleswig-Holstein und Kiel noch weiter stĂ€rken und wĂ€re insbesondere mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage absolut sinnvoll und notwendig." Der Marineschiffbau sei eine SchlĂŒsseltechnologie, die es zu stĂ€rken gelte ? das wĂ€re mit einer VerselbststĂ€ndigung der Marineeinheit der Fall. "Jetzt sind aber erst einmal die weiteren GesprĂ€che abzuwarten", betonte der MinisterprĂ€sident. "Klar ist, dass neben der Zukunft des Standortes auch die ArbeitsplĂ€tze langfristig gesichert sein mĂŒssen."
Thyssenkrupp und die US-Investmentgesellschaft Carlyle verstĂ€ndigten sich nach Unternehmensangaben darauf, in eine vertiefende PrĂŒfung und Bewertung der Marinesparte von Thyssenkrupp einzusteigen. Gegenstand dieser Bewertung sei ein möglicher Teilverkauf von TKMS an Carlyle. Parallel wĂŒrden weiterhin auch andere Möglichkeiten der VerselbststĂ€ndigung am Kapitalmarkt sondiert. Zeitgleich laufen GesprĂ€che mit der Bundesregierung zur Beteiligung des Staates am MarinegeschĂ€ft von Thyssenkrupp.
TKMS hat allein am Standort Kiel derzeit 3700 BeschĂ€ftigte, weltweit sind es nach Unternehmensangaben etwa 7500 bei einem Jahresumsatz von etwa zwei Milliarden Euro. Die Werft ist nach eigenen Angaben WeltmarktfĂŒhrer bei konventionellen U-Booten und im Ăberwasser-Marineschiffbau tĂ€tig. TKMS ist bis in die 2030er-Jahre ausgelastet.

