Schnieder will Parken von E-Scootern auf Gehwegen einschrÀnken
Veröffentlicht am: 30.06.2025 um 16:24 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSAnders gesagt: Die Roller von Verleihfirmen dĂŒrfen nicht mehr ohne Weiteres auf dem BĂŒrgersteig oder in der FuĂgĂ€ngerzone abgestellt werden. Die Vermietung sei "nicht als Teil des ruhenden Verkehrs im Sinne des StraĂenverkehrsrechts zu qualifizieren", erklĂ€rt das Verkehrsministerium. "Elektrokleinstfahrzeuge sind im MobilitĂ€tsmix unserer StĂ€dte kaum mehr wegzudenken", sagte Verkehrsminister Schnieder dem "Tagesspiegel". Seit deren MarkteinfĂŒhrung 2019 hĂ€tten sich die Gegebenheiten jedoch verĂ€ndert. "Immer mehr Mietroller und MietfahrrĂ€der erhitzen seitdem allerorts die GemĂŒter", so der CDU-Politiker. "Wir schaffen nun Rechtsklarheit, wie unter anderem das Abstellen kĂŒnftig geregelt werden kann", sagte Schnieder. Anbieter mĂŒssten jetzt mit den Kommunen ein lokales Konzept ausarbeiten. "Die StĂ€dte können dann auch die Abstellregeln fĂŒr die Anbieter vorgeben - je nach Situation vor Ort zum Beispiel in gekennzeichneten FlĂ€chen, Stationen oder eben ĂŒberall." Dieser Passus "bedeutet de facto ein Abstellverbot fĂŒr Sharing-Fahrzeuge im öffentlichen Raum", sagte ein Sprecher der Plattform Shared Mobility (PSM), die die Interessen der MobilitĂ€tsplattformen Voi, Bolt, Uber und Lime vertritt, dem "Tagesspiegel". Mit dieser neuen Regelung wĂŒrde die Branche "regulatorisch vom Markt gefegt". Nur durch flexible Abstellung im öffentlichen Raum könne die geteilte MikromobilitĂ€t dort verfĂŒgbar sein, wo sie gebraucht werde, sagte der PSM-Sprecher. Ein stationsbasiertes System sei "flĂ€chendeckend weder finanzierbar noch praktikabel". Der Verbandssprecher appellierte an die Politik: "Streichen Sie diesen Passus, bevor irreparabler Schaden entsteht."
