Unionsfraktionsspitzen vor Bund-LĂ€nder-Runde im Kanzleramt
03.11.2023 - 14:06:44Drei Tage vor der Bund-LÀnder-Runde mit Schwerpunkt Migration spricht Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Spitzen der Union im Bundestag. Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) und der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, kamen dazu ins Kanzleramt. Angaben zum GesprÀch sollen nicht gemacht werden, beide Seiten hatten Vertraulichkeit vereinbart.
An diesem Montag berĂ€t Scholz mit den MinisterprĂ€sidentinnen und MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder unter anderem ĂŒber eine stĂ€rkere Steuerung der Migration und die kĂŒnftige Finanzierung der Aufnahme von FlĂŒchtlingen.
Ein erstes Treffen des Kanzlers mit Merz und den MinisterprĂ€sidenten Boris Rhein (Hessen, CDU) und Stephan Weil (Niedersachsen, SPD) hatte bereits vor drei Wochen stattgefunden. Scholz will die Opposition im Bundestag in die BemĂŒhungen um eine Begrenzung der irregulĂ€ren Migration einbinden, weil er einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens in dieser Frage anstrebt.
Unionsfraktion beharrt auf Bewegung
Der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, hatte im Vorfeld des GesprĂ€chs das Mitwirken von CDU und CSU an Bedingungen gekĂŒpft. «Wir mĂŒssen den gordischen Knoten endlich durchschlagen. Das erwarten die Menschen von der Politik», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post». In Richtung Scholz sagte er demnach: «Wenn die Ampel-Koalition nicht die Kraft fĂŒr eigene Entscheidungen besitzt, steht die Union grundsĂ€tzlich parat, um diese Herausforderungen anzugehen.» Voraussetzung sei allerdings, «dass sich wirklich etwas bewegt».
Fraktionschef Merz sah zuletzt in den von der Bundesregierung geplanten MaĂnahmen zur Migration nur kosmetische Schritte zur Begrenzung des Zuzugs. Er hatte dem Kanzler beim ersten Migrationstreffen einen 26-Punkte-Katalog mit Forderungen vorgelegt. Die Union verlangt darin von Scholz unter anderem ein «gemeinsames VerstĂ€ndnis» dafĂŒr, «dass Deutschland mit Blick auf die Integrations-Infrastruktur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Asylzuwanderung bis maximal 200.000 Personen pro Jahr vertrĂ€gt».





