Dobrindt, PlÀne

Dobrindt stellt PlĂ€ne vor - GrĂŒne gegen neue Grenzkontrollen

16.05.2025 - 04:00:49 | dpa.de

Seit Kanzler Merz seine erste RegierungserklÀrung abgegeben hat, prÀsentieren die Minister ihr Programm im Bundestag. Heute geht es auch um Migration und Grenzkontrollen.

  • Lukas Benner, der die GrĂŒnen-Fraktion kĂŒnftig als Obmann im Innenausschuss vertritt, hĂ€lt eine rasche Befassung mit den Grenzkontrollen dort fĂŒr notwendig. (Archivfoto) - Foto: Philipp Znidar/dpa
    Lukas Benner, der die GrĂŒnen-Fraktion kĂŒnftig als Obmann im Innenausschuss vertritt, hĂ€lt eine rasche Befassung mit den Grenzkontrollen dort fĂŒr notwendig. (Archivfoto) - Foto: Philipp Znidar/dpa
  • Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an, auch Asylsuchende an den Grenzen zurĂŒckzuweisen.  - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an, auch Asylsuchende an den Grenzen zurĂŒckzuweisen. - Foto: Peter Kneffel/dpa
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Der neue Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellt heute im Bundestag sein Programm fĂŒr die nĂ€chsten vier Jahre vor. Der CSU-Politiker hat schon mit seiner ersten Anordnung fĂŒr Schlagzeilen gesorgt. Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt verfĂŒgte Dobrindt in der vergangenen Woche eine Intensivierung der Grenzkontrollen. Gleichzeitig ordnete er an, dass auch Asylsuchende an der Grenze zurĂŒckgewiesen werden können.

Vier Ministerinnen und Minister stellen PlÀne vor

Nach einer vermutlich hitzigen Debatte ĂŒber die kĂŒnftige Innenpolitik prĂ€sentieren Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) ihre PlĂ€ne fĂŒr die schwarz-rote Regierungszeit. WĂ€hrend Reiche und Wildberger von Vorstandsposten in Unternehmen ins Kabinett wechselten, hat Hubig bereits Regierungserfahrung - sie war zuletzt Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz.

Vor allem von den GrĂŒnen und der Linksfraktion schlĂ€gt Dobrindt wegen seiner Anweisung an die Bundespolizei Kritik entgegen. Die GrĂŒnen-Fraktion hĂ€lt es zudem fĂŒr dringend notwendig, dass die Bundesregierung zu den Grenzkontrollen rasch im Innenausschuss Rede und Antwort steht. 

GrĂŒnen-Obmann: VerhĂ€ltnis zu Nachbarn beschĂ€digt

«Die Bundesregierung muss gegenĂŒber dem Parlament endlich nachvollziehbar erklĂ€ren, wie sich die pauschalen ZurĂŒckweisungen an den deutschen Binnengrenzen zum Europarecht verhalten», fordert Lukas Benner, der die GrĂŒnen-Fraktion kĂŒnftig im Innenausschuss als Obmann vertreten wird. Die «europarechtliche Geisterfahrt» des neuen Innenministers habe bereits jetzt Chaos angerichtet, schade dem VerhĂ€ltnis zu den NachbarlĂ€ndern und der Wirtschaft. 

FĂŒr den kommenden Mittwoch ist die konstituierende Sitzung des Innenausschusses geplant. Die GrĂŒnen dringen darauf, dass gleich bei der ersten Sitzung auch inhaltliche Fragen auf der Tagesordnung stehen und nicht nur Formalia. Konkret fordern sie einen Bericht zu den rechtlichen Grundlagen und Auswirkungen der intensivierten Grenzkontrollen und ZurĂŒckweisungen. «Der Innenausschuss kann hier keinen weiteren Aufschub hinnehmen», sagt Benner.

Österreich: Deutsche Grenzkontrollen «absolut richtig» 

Der österreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hingegen lobt die verstĂ€rkten Kontrollen an den deutschen Grenzen. «Ich bin froh und dankbar, dass es auch in Deutschland einen Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik gibt. Ich halte das fĂŒr absolut richtig», sagte der Politiker der konservativen ÖVP im Podcast von Table.Briefings. «Wir brauchen keinen Sozialtourismus. Wir mĂŒssen uns gezielt aussuchen können, wer zu uns kommt.» Am Ende gehe es um die Sicherung der europĂ€ischen Außengrenzen.

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