VerstĂ€ndigung auf Eckpunkte fĂŒr Krankenhausreform
10.07.2023 - 16:06:50 | dpa.deIm Ringen um eine Neuaufstellung der KrankenhÀuser in Deutschland ist laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine grundsÀtzliche VerstÀndigung mit den LÀndern erreicht. Man habe sich auf sehr detaillierte Eckpunkte einigen können, sagte der SPD-Politiker nach gemeinsamen Beratungen in Berlin.
Er strebt nun an, ĂŒber den Sommer auch mit Beteiligung der LĂ€nderseite einen Gesetzentwurf zu erarbeiten. Ziel ist, dass die Reform zum 1. Januar 2024 in Kraft tritt. Lauterbach plant demnach auch ein «Transparenzgesetz», mit dem Daten zur BehandlungsqualitĂ€t aller Kliniken veröffentlicht werden sollen. Dies werde der Bund fĂŒr sich machen.
Die PlĂ€ne sehen im Kern vor, das VergĂŒtungssystem mit Pauschalen fĂŒr BehandlungsfĂ€lle zu Ă€ndern, um KrankenhĂ€user von finanziellem Druck zu immer mehr FĂ€llen zu lösen. Daher sollen sie einen groĂen Anteil der VergĂŒtung allein schon fĂŒr das Vorhalten von Leistungsangeboten bekommen. Grundlage der Finanzierung durch die Krankenkassen sollen genauer definierte Leistungsgruppen der Kliniken sein - also etwa «Kardiologie» statt grobe Bezeichnungen wie «innere Medizin». Die Leistungsgruppen sollen einheitliche QualitĂ€tsvorgaben etwa bei der Ausstattung, bei Personal und Behandlungserfahrungen absichern.
Der Bund pochte zudem darauf, Daten zur BehandlungsqualitĂ€t aller Kliniken zu veröffentlichen. Transparent machen will Lauterbach die Verteilung der Leistungsgruppen auf die HĂ€user und eine Einteilung in Versorgungsstufen («Level»). Ăber eine stĂ€rker steuernde Funktion der Level gab es keine Einigkeit. Gemeint sind mit Leveln Einordnungen des Kliniknetzes in Stufen - von der wohnortnahen Grundversorgung ĂŒber eine zweite Stufe mit weiteren Angeboten bis zu Maximalversorgern wie UniversitĂ€tskliniken.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
