Deutschland, BundeslÀnder

VerstĂ€ndigung auf Eckpunkte fĂŒr Krankenhausreform

10.07.2023 - 16:06:50 | dpa.de

Seit Wochen streiten Bund und LĂ€nder ĂŒber eine gemeinsame Linie fĂŒr eine Krankenhausreform - sie soll chronische Finanznöte abwenden und die QualitĂ€t verbessern. Jetzt ist ein grober Weg dafĂŒr abgesteckt.

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach steht auf einer Pressekonferenz den Medienvertretern Rede und Antwort. - Foto: Felix KĂ€stle/dpa
  • Karl Lauterbach (2.v.l.) zusammen mit NRW-Gesundheitsminiser Karl-Josef Laumann (l.), Melanie Schlotzhauer, Hamburgs Gesundheitssenatorin (2.v.r.), sowie dem baden-wĂŒrttembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha. - Foto: Joerg Carstensen/dpa
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach steht auf einer Pressekonferenz den Medienvertretern Rede und Antwort. - Foto: Felix KĂ€stle/dpa Karl Lauterbach (2.v.l.) zusammen mit NRW-Gesundheitsminiser Karl-Josef Laumann (l.), Melanie Schlotzhauer, Hamburgs Gesundheitssenatorin (2.v.r.), sowie dem baden-wĂŒrttembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha. - Foto: Joerg Carstensen/dpa

Im Ringen um eine Neuaufstellung der KrankenhÀuser in Deutschland ist laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine grundsÀtzliche VerstÀndigung mit den LÀndern erreicht. Man habe sich auf sehr detaillierte Eckpunkte einigen können, sagte der SPD-Politiker nach gemeinsamen Beratungen in Berlin.

Er strebt nun an, ĂŒber den Sommer auch mit Beteiligung der LĂ€nderseite einen Gesetzentwurf zu erarbeiten. Ziel ist, dass die Reform zum 1. Januar 2024 in Kraft tritt. Lauterbach plant demnach auch ein «Transparenzgesetz», mit dem Daten zur BehandlungsqualitĂ€t aller Kliniken veröffentlicht werden sollen. Dies werde der Bund fĂŒr sich machen.

Die PlĂ€ne sehen im Kern vor, das VergĂŒtungssystem mit Pauschalen fĂŒr BehandlungsfĂ€lle zu Ă€ndern, um KrankenhĂ€user von finanziellem Druck zu immer mehr FĂ€llen zu lösen. Daher sollen sie einen großen Anteil der VergĂŒtung allein schon fĂŒr das Vorhalten von Leistungsangeboten bekommen. Grundlage der Finanzierung durch die Krankenkassen sollen genauer definierte Leistungsgruppen der Kliniken sein - also etwa «Kardiologie» statt grobe Bezeichnungen wie «innere Medizin». Die Leistungsgruppen sollen einheitliche QualitĂ€tsvorgaben etwa bei der Ausstattung, bei Personal und Behandlungserfahrungen absichern.

Der Bund pochte zudem darauf, Daten zur BehandlungsqualitĂ€t aller Kliniken zu veröffentlichen. Transparent machen will Lauterbach die Verteilung der Leistungsgruppen auf die HĂ€user und eine Einteilung in Versorgungsstufen («Level»). Über eine stĂ€rker steuernde Funktion der Level gab es keine Einigkeit. Gemeint sind mit Leveln Einordnungen des Kliniknetzes in Stufen - von der wohnortnahen Grundversorgung ĂŒber eine zweite Stufe mit weiteren Angeboten bis zu Maximalversorgern wie UniversitĂ€tskliniken.

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