Rechtsextreme Chats? Ermittlungen gegen nun acht Polizisten
14.09.2023 - 14:31:32Die Staatsanwaltschaft in Essen ermittelt im Zusammenhang mit rechtsextremen BeitrÀgen in Chatgruppen gegen inzwischen acht Polizisten. Die Untersuchungen richten sich gegen acht Beschuldigte, «die Polizeibeamte oder AnwÀrter sind beziehungsweise zur Tatzeit waren», sagte ein Behördensprecher am Donnerstag auf Anfrage. NÀhere Angaben zum Gegenstand der Ermittlungen werde man weiterhin nicht machen.
Der «Kölner Stadt-Anzeiger» hatte zuvor ĂŒber eine Ausweitung der Ermittlungen wegen rechtsextremer Polizei-Chats auf nun acht Beamte der Polizeibehörden Recklinghausen, Kleve und Borken berichtet.
Anfang August war gegen zunĂ€chst fĂŒnf junge Polizisten in NRW ermittelt worden. Sie waren unter Verdacht geraten, wĂ€hrend ihrer Ausbildung in Chats Nazi-Symbole ausgetauscht zu haben. Die fĂŒnf Beamten wurden nach damaligen Angaben der Essener Staatsanwaltschaft auch verdĂ€chtigt, ein Video zu besitzen, dass in den Bereich der Kinderpornografie falle. PrivatrĂ€ume und ArbeitsplĂ€tze der Beschuldigten waren durchsucht worden.
Einige Beschuldigte zur Tatzeit noch in Ausbildung
Die VorwĂŒrfe beziehen sich nach den frĂŒheren Angaben auf einen Tatzeitraum, in dem sich die MĂ€nner noch in der Ausbildung befanden. Drei waren am PolizeiprĂ€sidium Recklinghausen und je einer bei der Polizeibehörde in Kleve und Borken tĂ€tig. Laut PolizeiprĂ€sidium Recklinghausen waren in den Chats auch diskriminierende und menschenverachtende Inhalte verbreitet worden. Den drei Beamten aus Recklinghausen war das FĂŒhren der DienstgeschĂ€fte verboten worden. Auch bei dem Polizisten aus Borken soll das der Fall gewesen sein.
Zu den drei zusĂ€tzlich Beschuldigten Ă€uĂerte sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht.


