Rheinisches Revier: RWE erkennt 20 BergschÀden an
06.08.2025 - 06:15:28Im Rheinischen Braunkohlenrevier wurden der Betreibergesellschaft RWE DE0007037129 Power im vergangenen Jahr 153 neue GebĂ€udeschĂ€den gemeldet. Nur 20 davon hĂ€tten sich nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung als neue BergschadensfĂ€lle erwiesen, berichtete RWE Power im neuesten Jahresbericht zur Bergschadenssituation, den der Landtag jetzt im Internet veröffentlichte.
"Die Bergschadenssituation war in den letzten Jahren in etwa gleichbleibend", heiĂt es in dem Bericht. 2023 waren von 155 gemeldeten FĂ€llen 17 als neue BergschĂ€den anerkannt worden. 2022 zĂ€hlte RWE 14 neue FĂ€lle - bei 145 Erstmeldungen.
PrĂŒfung von Erstmeldungen dauert sieben bis acht Wochen
Hinzu kamen im vergangenen Jahr 457 Wiederholungsmeldungen, bei denen an Objekten zum wiederholten Male SchĂ€den gemeldet wurden. Auch hier lagen die Meldezahlen der vergangenen Jahre in der gleichen GröĂenordnung: 2023 wurden 442 Wiederholungsmeldungen verzeichnet, ein Jahr zuvor 429. PrĂŒfung und Bearbeitung von erstmalig gemeldeten SchĂ€den dauerten 2024 laut RWE im Durchschnitt sieben bis acht Wochen.
Liegt ein Bergschaden vor, zahlt RWE vollen Schadenersatz. Können sich die Betroffenen nicht mit RWE einigen, können sie die Schlichtungsstelle Braunkohle anrufen. In den vergangenen fĂŒnf Jahren wurden dort jedes Jahr im Schnitt zwölf AntrĂ€ge gestellt. 2024 waren es neun. "2024 konnten erneut in nahezu allen abgeschlossenen FĂ€llen gemeinsam einvernehmliche Lösungen gefunden werden", heiĂt es in dem Bericht.
RWE: Geringe Anzahl von Klagen
RWE spricht in dem Bericht von einer positiven Wirkung der Schlichtungsstelle, die sich auch in einer geringen Anzahl der gerichtlichen Auseinandersetzungen widerspiegele. 2024 sei eine Bergschadensklage beendet worden, ohne dass eine bergbauliche Schadensverursachung festgestellt wurde. "Hier wurde jedoch seitens der KlÀger Berufungsklage eingereicht."

