Bundesliga, Union Berlin

SpÀter Doppelpack: Heidenheim sendet Hoffnungszeichen

29.11.2025 - 17:41:10

Der 1. FC Heidenheim hat mit zwei spĂ€ten Treffern Union Berlin den sicher geglaubten Sieg geraubt. Zudem verdarb der Tabellenletzte den Berlinern die Generalprobe fĂŒr den anstehenden Pokalkracher.

Der 1. FC Heidenheim hat ein Hoffnungszeichen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gesendet. Am zwölften Spieltag besiegte die Mannschaft von Trainer Frank Schmid mit zwei spĂ€ten Treffern Gastgeber Union Berlin mit 2:1 (0:1). Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei hatte Rani Khedira (43. Minute) in einer kampfbetonten Partie den Gastgeber in FĂŒhrung gebracht. Dem eingewechselten Stefan Schimmer gelang in der 90. Minute der Ausgleich, Jan Schöppner schaffte mit der letzten Aktion sogar noch der Siegtreffer (90.+5).

Heidenheim hat nun acht Punkte auf dem Konto und ist vorĂŒbergehend auf den Relegationsplatz geklettert. Die Berliner konnten Heidenheim auch im fĂŒnften Vergleich im Oberhaus nicht bezwingen. Zudem wurde der Mannschaft die Generalprobe fĂŒr das Pokalspiel gegen Bayern MĂŒnchen verdorben.

Schweigende Fan-Proteste in den ersten zwölf Minuten

Union-Trainer Steffen Baumgart wechselte nach dem 1:0-Erfolg beim FC St. Pauli zweimal und beorderte Derrick Köhn und Woo-Yeong Jeong anstelle von Tom Rothe und Andrej in die Anfangself. Heidenheims Trainer Frank Schmidt nahm im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen Gladbach vier Wechsel vor und brachte Marlon Busch und Benedikt Gimber sowie die Startelf-DebĂŒtanten in dieser Saison, Julian Niehues und Thomas Keller.

Wie am vorigen Spieltag schwiegen die Fans aus Protest gegen die geplanten Maßnahmen der Politik in Sicherheitsfragen die ersten zwölf Minuten - unterbrochen von einzelnen Pfiffen sowie einem Lattentreffer von Mathias Honsak (8. Minute) und einer Chance durch Köhn eine Minute spĂ€ter.

Khedira erneut der Dosenöffner

In dem kampfbetonten Spiel zeigten sich die GĂ€ste agiler, ohne ein spielerisches Übergewicht zu erhalten. GefĂ€hrliche Torchancen blieben aber Mangelware, ehe dann Khedira, der schon in Hamburg das einzige Tor erzielt hatte, nach Ablage von Ilyas Ansah aus rund elf Metern den Knoten löste. 

Nach dem Seitenwechsel agierte Union souverĂ€ner, bei Heidenheim verhinderten viele FehlpĂ€sse ein geordnetes Aufbauspiel. Umso ĂŒberraschender vergab der kurz zuvor eingewechselte Stefan Schimmer die Möglichkeit zum Ausgleich und setzte den Ball knapp neben das lange Eck (64.). Auf der Gegenseite verpasste Danilo Doekhi nach einer Ecke den zweiten Berliner Treffer (67.). 

Zwei spÀte Tore

Heidenheim verstĂ€rkte nun die BemĂŒhungen fĂŒr einen Ausgleichstreffer, doch gefĂ€hrliche Chancen konnten die Profis nicht erzeugen, bis die in der 57. Minute eingewechselten Schimmer und Schöppner das Spiel mit ihren Treffern drehten.

@ dpa.de