SPD, BrĂŒssel

SPD fordert BrĂŒssel zum Nachjustieren bei Autozöllen auf

30.10.2024 - 16:56:44

SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch hat die EU aufgefordert, Nachteile fĂŒr deutsche Autobauer bei der Erhebung von Zöllen auf in China produzierte Elektroautos zu verhindern.

"Es kann nicht sein, dass europÀische Hersteller wie Volkswagen durch die EU-Zölle stÀrker belastet werden als chinesische Wettbewerber", sagte Miersch dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Die EU-Kommission muss jetzt schnell eine Lösung finden, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern." Seit diesem Mittwoch erhebt die EU-Kommission Zusatzzölle auf E-Autos aus China.

Betroffen sind davon auch deutsche Autobauer, die in China E-Autos produzieren. So muss Volkswagen einen Zoll von 20,7 Prozent zahlen, wĂ€hrend er fĂŒr die chinesischen Hersteller BYD und Geely nur 17 beziehungsweise 18,8 Prozent betrĂ€gt. "Die Automobilindustrie ist das RĂŒckgrat der deutschen Wirtschaft, und sie braucht dringend stabile Rahmenbedingungen", sagte Miersch mit Blick auf die Krise bei VW. Bei Volkswagen seien zunĂ€chst die Tarifpartner selbst gefordert. Doch auch die Politik mĂŒsse ihren Beitrag leisten, um den Standort Deutschland zu sichern. "Es geht um stabile Energiepreise und die Förderung der ElektromobilitĂ€t, um die Industrie zukunftsfĂ€hig zu machen und ArbeitsplĂ€tze zu sichern." Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) adressiere mit seinen Treffen mit den Industrievertretern genau das, so Miersch. "Der Kanzler hat die Sicherung des Wirtschaftsstandorts zur Chefsache gemacht."

@ dts-nachrichtenagentur.de