ROUNDUP, SPD

SPD und Grüne werfen Union Blockade bei Geldern für Bahn-Sanierung vor

04.12.2024 - 12:15:00 | dpa.de

SPD und Grüne werfen der Union eine Blockade bei Geldern für die Deutsche Bahn (DB) vor.

"Die Union gefährdet die Sanierung der Bahninfrastruktur", kritisieren Dennis Rohde und Sven Christian Kindler, haushaltspolitische Sprecher von SPD und Grünen. CDU-Fraktionschef Friedrich Merz verweigere die Zustimmung in dieser Woche.

Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU), sagte, der sogenannte zweite LuFV-Nachtrag werde an der Union nicht scheitern. "Eine Zustimmung in den Ausschüssen würde auch nach dem 16. Dezember 2024 reichen. Dieses Signal haben wir auch von der DB."

Die Union beantragte eine Vertagung der Entscheidung, hieß es in CDU/CSU-Fraktionskreisen. Rot-Grün hat nach dem Ampel-Scheitern keine Mehrheit mehr im Bundestag.

Konkret geht es um eine Entscheidung im Haushaltsausschuss des Bundestages über einen sogenannten dritten Nachtrag zur Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) mit der Deutschen Bahn. Dabei handelt es sich um rund 2,7 Milliarden Euro für die Infrastruktur. Die Bahn ist in den Jahren 2023 und 2024 für sogenannte Korridorsanierungen in Vorleistung gegangen.

Bis 2030 sollen besonders belastete Strecken grundlegend saniert werden - Mitte Juli hatte die Sanierung der ersten Strecke begonnen, der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. Sie wird dafür bis Mitte Dezember komplett gesperrt. Ziel der Sanierungen ist es, dass die Bahn pünktlicher wird.

"Es mag schwierig sein, aus dem Cockpit des Privatfliegers zu erkennen, in welch schlechtem Zustand die Schienen sind", kritisieren Rohde und Kindler in Anspielung darauf, dass Merz Hobbypilot ist. "Die Folgen dieser Fehlentscheidung für die Bahn und die Schieneninfrastruktur werden viele Bürgerinnen und Bürger zu spüren bekommen."

Gleichzeitig verlören der Finanzmarkt und die Bahn wegen Merz das Vertrauen in gegebene Zusagen der Bundesrepublik. "Die Bahn ist im Vertrauen der Erstattung der Investitionen in Vorleistung gegangen. Das Signal an die Bahn und an die Kapitalgeber der Bahn ist verheerend."

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 66224590 |

Weitere Meldungen

Koalition vereinbart 'Arbeitsprozess' für Reformen Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss auf einen "Arbeitsprozess" verständigt, um die geplanten Sozial- und Steuerreformen in den nächsten Wochen auf den Weg zu bringen. (Boerse, 13.05.2026 - 06:09) weiterlesen...

Die Koalition und der lange Schatten der Villa Borsig Die Spitzen von Union und SPD kommen am Abend im Koalitionsausschuss zusammen, um über Entlastungen angesichts der hohen Energiepreise, über den Haushalt und den weiteren Reform-Fahrplan zu beraten. (Boerse, 12.05.2026 - 06:35) weiterlesen...

Koalition will rasch Entlastungsmöglichkeiten finden BERLIN - Nach dem Nein des Bundesrats zur Entlastungsprämie für Arbeitnehmer wollen Union und SPD rasch entscheiden, wie sich die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kosten für die Bürger doch noch abfedern lassen. (Boerse, 11.05.2026 - 16:51) weiterlesen...

Koalition will rasch Entlastungsmöglichkeiten finden Nach dem Nein des Bundesrats zur Entlastungsprämie für Arbeitnehmer wollen Union und SPD rasch entscheiden, wie sich die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kosten für die Bürger doch noch abfedern lassen. (Boerse, 11.05.2026 - 15:11) weiterlesen...

Weniger Steuereinnahmen für den Staat als erwartet BERLIN - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs in den nächsten Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen - wie der gesamte Staat auch mit Ländern und Kommunen. (Boerse, 07.05.2026 - 16:45) weiterlesen...