Asyl, Integration

Staatsministerin kritisiert SparplÀne bei Integrationspolitik

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 08:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Staatsministerin Natalie Pawlik (SPD), Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Migration und Integration, hat die SparplĂ€ne im Bundeshaushalt kritisiert und wirft der Bundesregierung vor, die Integrationspolitik aus dem Blick zu verlieren."Ich sehe, dass wir das Thema Integrationspolitik mehr und mehr aus dem Blick verlieren.

Staatsministerin kritisiert SparplÀne bei Integrationspolitik
Protest gegen KĂŒrzungen bei Integrationskursen (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Ein großer Fehler, denn wir brauchen mehr FachkrĂ€fte und gelingende Integration auch als grundlegenden Faktor fĂŒr die Wirtschaftsleistung in unserem Land", sagte Pawlik der "Frankfurter Rundschau" von Ippen-Media.

So soll es im Haushalt von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kĂŒnftig fĂŒr Integrationskurse nur noch 600 Millionen Euro geben, statt wie bisher rund eine Milliarde. "Das sehe ich sehr kritisch", so Pawlik. "Denn wir mĂŒssen Integration als essentiell fĂŒr das Wachstum, den Wohlstand und den Zusammenhalt in unserem Land betrachten. Wenn wir an der Integration sparen, kostet uns das langfristig viel mehr." In den Kursen lernen Zugewanderte die deutsche Sprache und erhalten Grundwissen ĂŒber die deutsche Gesellschaft.

Die Folgen der finanziellen Einschnitte im Integrationssektor seien dramatisch: "Viele TrĂ€ger, die derzeit im Integrationskursbereich tĂ€tig sind, denken darĂŒber nach, aufzuhören, weil sie die Arbeit schlicht nicht mehr finanzieren können. Zahlreiche Menschen, die zu uns kommen, haben keinen Zugang mehr zum Spracherwerb und brauchen so viel lĂ€nger, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Echte Integration kann so nicht gelingen", sagte Pawlik. "Die beste Integrationspolitik ist gute Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Wenn wir da keine Verbesserungen schaffen, sondern im Gegenteil sogar noch sparen, ist das fatal."

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