Faeser, Hilfen

Faeser prĂŒft finanzielle Hilfen fĂŒr abgeschobene Afghanen

22.08.2024 - 17:22:26

StraftĂ€ter und GefĂ€hrder sollen konsequent abgeschoben werden. Doch oft scheitert das an rechtlichen HĂŒrden. Als mögliche Lösung wird auch eine «finanzielle ReiseunterstĂŒtzung» gehandelt.

Um rechtliche HĂŒrden bei der Abschiebung von afghanischen StraftĂ€tern abzubauen, erwĂ€gt Innenministerin Nancy Faeser (SPD) finanzielle Hilfen fĂŒr die Betroffenen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wird derzeit geprĂŒft, wie die Voraussetzungen fĂŒr Abschiebungen nach Afghanistan geschaffen werden können. Dazu könne auch die Auszahlung einer «finanziellen ReiseunterstĂŒtzung» dienen, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung ĂŒber das Vorhaben berichtet. 

Ob eine solche UnterstĂŒtzungsleistung ausgezahlt wird und in welcher Höhe, sollen laut Innenministerium die fĂŒr Abschiebungen zustĂ€ndigen LĂ€nder entscheiden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte im Juni nach der tödlichen Messerattacke von Mannheim angekĂŒndigt, die Abschiebung von Schwerstkriminellen und terroristischen GefĂ€hrdern nach Afghanistan und Syrien wieder zu ermöglichen. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens gibt es aber eine Reihe von HĂŒrden. So könnten solche Maßnahmen im Einzelfall auch vor deutschen Gerichten scheitern, wenn afghanische StaatsbĂŒrger dort mit drohender Armut im Fall einer Abschiebung argumentieren.

Schon heute gibt es Programme fĂŒr abgelehnte Asylbewerber, deren freiwillige Ausreise der Staat mit der Bezahlung ihrer FlĂŒge und finanziellen Starthilfen im Heimatland unterstĂŒtzt. Die Höhe der Summe hĂ€ngt meist von Herkunftsland und Familienstand ab.

 

 

 

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