Stromsteuer: Schwesig drĂ€ngt auf Senkung fĂŒr alle
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 12:40 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSSchwesig fordert Finanzierung ĂŒber Mineralölgewinne
- Manuela Schwesig verweist auf eine Vereinbarung bei der Bildung der Bundesregierung Anfang 2025.
- Die MinisterprĂ€sidenten beschlossen vergangene Woche, eine schnelle Absenkung fĂŒr alle zu verlangen.
- Zur Gegenfinanzierung bringt Schwesig eine Ăbergewinnsteuer auf zusĂ€tzliche Gewinne der Mineralölkonzerne ins Spiel.
Schwesig verlangt schnelle Entlastung bei Energiepreisen
Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) erhöht in der Debatte ĂŒber eine Stromsteuersenkung fĂŒr alle den Druck auf die Bundesregierung. Sie fordert, dass BĂŒrger und Unternehmen schnell von den Energiepreisen entlastet werden.
LÀnder drÀngen auf Umsetzung
Schwesig sagte der âRheinischen Postâ, das Leben mĂŒsse bezahlbar sein und BĂŒrger sowie Unternehmen mĂŒssten bei den Energiepreisen entlastet werden. Bei der Bildung der heutigen Bundesregierung Anfang 2025 habe man sich deshalb bereits auf eine Absenkung der Stromsteuer verstĂ€ndigt.
MinisterprÀsidenten fordern gemeinsamen Vorschlag
Die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder drĂ€ngen nach Schwesigs Darstellung auf eine möglichst schnelle Absenkung fĂŒr alle. Das sei in der vergangenen Woche bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz beschlossen worden.
Ăbergewinnsteuer als Gegenfinanzierung
Schwesig wĂŒnscht sich, dass die Bundesregierung dazu einen gemeinsamen Vorschlag vorlegt. Zur Finanzierung könne aus ihrer Sicht auch eine Ăbergewinnsteuer auf zusĂ€tzliche Gewinne der Mineralölkonzerne beitragen.
Die Forderung nach einer allgemeinen Stromsteuersenkung trifft auf eine festgefahrene politische Debatte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Entlastung nur Unternehmen oder auch private Haushalte erreichen soll. Die Bundesregierung hat nach den aktuellen Debatten grundsĂ€tzlich das Ziel bekrĂ€ftigt, Strompreise fĂŒr beide Gruppen zu senken.
Die LĂ€nder drĂ€ngen dabei auf eine rasche Umsetzung. FĂŒr Haushalte wĂ€re eine niedrigere Stromsteuer unmittelbar auf der Rechnung spĂŒrbar, wĂ€hrend Unternehmen vor allem bei energieintensiver Produktion profitieren könnten. Die konkrete Entlastung hĂ€ngt jedoch davon ab, auf welches Niveau die Steuer sinkt und wie die Mindereinnahmen des Staates ausgeglichen werden.
Finanzierung bleibt zentral
Schwesigs Vorschlag einer Ăbergewinnsteuer auf zusĂ€tzliche Gewinne von Mineralölkonzernen stellt die Finanzierung in den Mittelpunkt. In der politischen Debatte werden daneben unterschiedliche Modelle fĂŒr Umfang, Zeitpunkt und Gegenfinanzierung diskutiert. Entscheidend ist deshalb, ob Bundesregierung und LĂ€nder einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen können und ob dieser im Bundeshaushalt dauerhaft abgebildet wird.
Streit ĂŒber Umfang und Tempo
FĂŒr Verbraucher bedeutet die Auseinandersetzung vor allem, dass eine angekĂŒndigte Entlastung noch in konkrete Gesetzgebung ĂŒbersetzt werden muss. Bis dahin bleiben Höhe, Beginn und Reichweite einer allgemeinen Stromsteuersenkung offen. Die LĂ€nderentscheidung erhöht den politischen Handlungsdruck, ersetzt aber noch keinen Beschluss des Bundes.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âStromsteuer-Debatte: Union und SPD weiter weit auseinanderâ (25.10.2026)
Der Beitrag ordnet die Forderung nach schnellen Entlastungen in die weiterhin unterschiedlichen Positionen von Union und SPD ein. Er bestĂ€tigt den Druck der MinisterprĂ€sidenten, legt den Schwerpunkt aber stĂ€rker auf den politischen Streit ĂŒber die konkrete Ausgestaltung.
Der Artikel berichtet ĂŒber verschiedene VorschlĂ€ge zur Stromsteuer und greift auch die Ăbergewinnsteuer fĂŒr Mineralölkonzerne auf. Damit ergĂ€nzt er die Forderung nach einer allgemeinen Senkung um die weiterhin offene Frage der Finanzierung.
Ăbereinstimmung besteht beim Ziel einer Entlastung von Stromverbrauchern; Unterschiede zeigen sich vor allem bei Umfang, Finanzierung und dem politischen Zeitplan.
