Frauenrat plĂ€diert fĂŒr bessere Finanzierung von FrauenhĂ€usern
25.11.2023 - 02:00:00Haller wies auf die dazu notwendige ausreichende Finanzierung hin. "Gewalt gegen Frauen passiert 365 Tage im Jahr", sagte die Expertin anlĂ€sslich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und MĂ€dchen am Samstag. Jede Stunde erlebten mehr als 14 Frauen in Deutschland Partnerschaftsgewalt, der gefĂ€hrlichste Ort fĂŒr Frauen sei das eigene Zuhause. "Nicht im nĂ€chtlichen Park oder in der dunklen UnterfĂŒhrung sind Frauen in Deutschland nĂ€mlich am meisten gefĂ€hrdet, sondern im eigenen Wohnzimmer. DafĂŒr fehlt ein gesellschaftliches Bewusstsein", sagte Haller. 2022 habe es laut dem Lagebild des Bundeskriminalamts 454 weibliche Betroffene von Tötungsdelikten gegeben. 118 davon stĂŒnden nach Recherchen des Frauenrats im Zusammenhang mit einer Partnerschaft oder Ex-Partnerschaft. Wichtig sei, "dass die Partner und Ex-Partner als TĂ€ter klar benannt werden", so Haller. "Ebenso wie die RĂ€ume und UmstĂ€nde, in denen diese Frauen getötet wurden." Zahlreiche Studien belegten, dass bei Femiziden keine besondere TĂ€tergruppen herausstechen. "GewaltausĂŒbung lĂ€sst sich nicht einer bestimmten Schicht oder Bevölkerungsgruppe zuordnen", erklĂ€rte die Expertin. "Sie findet ihre Ursachen in mangelnd reflektierter MĂ€nnlichkeit, in den patriarchalen ZusammenhĂ€ngen, die Frauen in AbhĂ€ngigkeit halten und hat mehr strukturelle als individuelle GrĂŒnde."


